GameCube » Vorschau » T » Too Human

Too Human

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
%%bk%%

Dabei scheuten die Entwickler keinerlei Mühen und implantierten unter anderem ein Logbuch, in dem man die historischen Ereignisse der letzten 450 Jahre nachschlagen kann, sodass praktisch ein komplettes Weltbild ohne grössere Lücken entsteht. Dieses Feature zeigt auch deutlich, dass Too Human nicht völlig abgehobene Science-Fiction ist, die nichts mehr mit der Realität gemein hat. Vielmehr versuchte man, das Entwicklungspotential der Erde vorauszuahnen und sich auch stark an physikalischen Gesetzmässigkeiten zu orientieren - dadurch entstand fast zwangsweise ein düsteres Endzeitszenario, das die Hoffnungslosigkeit der menschlichen Existenz offenlegt. Blade Runner lässt grüssen.

%%bk%%

%%bk%%

Mix it, Baby
Too Human auf ein Genre festzulegen stellt sich als äusserst diffizil heraus. Silicon Knights nennt es ein „real-time adventure with role-playing elements“. Neben dem wichtigen Faktor des Erforschens, der duch Stealth-Features à la Splinter Cell und Metal Gear Solid (schleichen, kriechen, sich an Wände drücken) zur Geltung kommt, spielt auch das rollenspieltypische aufpowern verschiedener Werte eine Rolle. Doch nicht nur verbessert man das Kampfverhalten durch häufigen Gebrauch diverser Waffen und Schlagtechniken, man durchläuft im Spiel noch eine bedeutend intensivere Wandlung. So werden John Franks mit der Zeit Implantate eingesetzt, die zum Beispiel seine Sehfähigkeit erhöhen - dank eines Implantates wird man übrigens wie bei Eternal Darkness einzelne Körperteile der Gegner anvisieren können. Hier kommt auch wieder der psychologisch komplexe Charakter von Too Human zum Tragen, denn je mehr kybernetische Implantate ihr John einsetzt, desto schneller verliert er seine menschliche Seite, was wiederum Auswirkungen auf das Endszenario hat. Durch eure Entscheidungen beeinflusst ihr nämlich den Lauf der Geschichte ständig, was die Langzeitmotivation und das Verlangen es mehrmals durchzuspielen enorm steigern dürfte. Voraussichtlich wird es vier Enden und diverse, folgenschwere Entscheidungen innerhalb des Spieles geben. Too Human ist dabei äusserst non-linear aufgebaut und lässt einem alle Freiheiten, seinen eigenen Weg zu gehen.

 Autor:
Michael Nittnaus
Vorschau
Zur Too Human Screengalerie
Screenshots:
Prognose:
4/5
Leserhype:
6.3