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Resident Evil 4

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Gruselige Aussichten
Shinji Mikami, der auch schon für den ersten RE Teil verantwortlich war, hat sich bei Resident Evil 4 wieder an die Arbeit gemacht. Während er bei den anderen Teilen keine große Rolle gespielt hatte, leitet er jetzt erneut die Geschicke, um frischen Wind in die Serie zu bringen.
Begonnen hat er damit bereits auf technischer Basis: Ohne 16:9 Fernseher wird’s nix mit balkenfreiem Zocken. Das Spiel wird nämlich ausschließlich auf Breitbild ausgelegt, um einen besseren Überblick und eine neue Spielbarkeit zu gewährleisten. Tatsächlich schaut man nämlich jetzt aus verschiedenen Blickwinkeln auf den Charakter: Aus der Egosicht und zwei 3rd Person Ansichten.
Bei einer der beiden Ansichten von hinten rückt Leon an den linken Bildschirmrand und füllt diesen nahezu aus. Von dort aus nehmt Ihr dann den Gegner unter Beschuss. Zunächst mag das etwas seltsam anmuten, steuern lässt es sich aber wie ein aus der Egosicht gespielter Titel und es wird schnell klar, warum 16:9 Voraussetzung ist. Ohne diese Einstellung würden Leon oder ein Grossteil seines Blickfeldes einfach abgeschnitten, was der Übersicht sicher nicht dienlich wäre.

Wer die alte Steuerung gehasst hat, sollte nicht sofort in Jubel ausbrechen: Diese bleibt nämlich gleich. Dadurch, dass man aber die Kamera hinter den Spieler gepackt hat und man seinen Protagonisten nicht mehr von einer festen Position aus beobachten muss, kommt ein komplett anderes Spielgefühl als bei den früheren Teilen auf. Zumal die Verfolgerkamera in gewissen Situationen noch weniger zeigt als früher. Das schraubt den Gruselfaktor noch mal hoch.

Die Welt von Resident Evil 4 ist wesentlich ausladender und größer gestaltet. In der Tat ist sie mit einer Fülle von Details angefüllt und unglaublich groß. Der Clou: Ihr könnt überall hingehen, wo Ihr nur wollt. Es gibt keine vorgerenderten Zwischensequenzen, keine Türanimationen und auch keine vorberechneten Hintergründe mehr. Alles wird in Echtzeit Grafik dargestellt und die verspricht überaus lecker zu werden! Dazu werden noch äußerst geringe Ladezeiten serviert.

Die Panik ist allgegenwärtig
Der Realismus des Spiels hat einen neuen Standard erreicht. Ihr könnt Dinge, die die Dorfbewohner nach Euch werfen mit gezielten Schüssen in der Luft abfangen und den Gegnern mittels des neuen Action Knopfes ein paar ordentliche Tritte verpassen, nachdem Ihr sie angeschossen habt. Die Tatsache, dass sie allerdings doch etwas schlauer sind als Zombies, bringt neue Würze ins Spiel. Denn wer blindlings einem plötzlich fliehenden Feind hinterher läuft, findet sich schneller als er sich versieht in einer aufgestellten Falle wieder und sechs Mistgabel schwingende Fieslinge warten nur darauf, Ihre Waffen in Leons Fleisch zu versenken. Fliehender Feind? Ja! Die Gegner in RE4 sind nicht grenzenlos dumm. Wenn sie merken, dass Ihr eine überlegene Waffe habt, geben sie womöglich den Ansturm auf Euch auf und verdrücken sich vorerst.

Auch kann man die Gegner schon von weitem hören, wenn sie sich unterhalten oder anderen Tätigkeiten nachgehen. Das ist halt der übliche Resident Evil Horror: Den Gegner hören, aber nicht wissen wo er ist.
 Autor:
Christian Leinen
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Prognose:
5/5
Leserhype:
9.8