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Legend of Zelda: Twilight Princess

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Vor mir erhebt sich eine riesige, sabbernde und offensichtlich fleischfressende Pflanze aus dem toxischen Wasser, zu deren Körper anscheinend auch die beiden Tentakel von vorhin gehören, die nun zu meinem Unbehagen ebenfalls wieder aufgetaucht sind. Als wäre der Atem des Viehs noch nicht schlimm genug, hat sie durch ihr Auftauchen auch noch die drei Bombengewächse absaufen lassen. Na toll, wie soll ich dem Vieh jetzt eine Abreibung verpassen?! Da höre ich ein vertrautes Geräusch. Es ist der grössere Affe, offensichtlich eine Art Pavian, den ich schon im Tempel kennengelernt habe.

Er fängt an, sich von einer Seite des Raumes zur anderen zu schwingen und trägt dabei eines der Bombengewächse mit sich. Jetzt ist der Fall klar: Ich visiere erst das Gewächs an und danach den mittleren und grössten Kopf des Endgegners. Dieser kracht nach einem Treffer vornüber und landet genau vor meinen Füssen, sein Auge, dass sich seltsamerweise im Innern seines Maules befindet, hängt ungeschützt heraus. Ich renne natürlich sofort darauf zu und bearbeite es ein paar Mal mit der Klinge meines Schwertes. Leider erholt sich das riesige Monster bereits nach wenigen Schlägen wieder und ich muss die ganze Prozedur noch zwei- oder dreimal wiederholen. Dabei macht es mir das Monster nicht gerade einfach, seinen Kopf anzuvisieren, da er mich ständig mit einer Art Säure bespucken will. Noch dazu schnappen seine beiden gefrässigen Tentakel ab und zu nach mir. Nach ein paar weiteren Schlägen habe stösst das Vieh entsetzliche Schreie aus und beginnt langsam zu sterben... pardon... verdorren. Damit wäre meine Aufgabe in diesem Dungeon wohl ebenfalls erledigt. Doch ich habe so ein Gefühl, dass mich noch viele weitere dieser Tempel erwarten werden, wenn mein Abenteuer erst richtig losgeht.

Das Abenteuer hat erst begonnen
Nun, was soll man abschliessend noch sagen? Ausser vielleicht, dass wir es kaum noch erwarten können, dass der neuste Zelda-Teil endlich erscheint. Auch wenn das Spiel nicht makellos ist, gerade bei den Texturen hätte man nun wirklich etwas mehr aus dem kleinen Würfel rausholen können, erzeugt es eine unvergleichliche Atmosphäre. Die Welt ist ein Quell des Lebens, was besonders in Links Heimatdorf Toaru offensichtlich ist. Die Dorfbewohner gehen ihren Tagesabläufen nach, während Hühner, Eichhörnchen und anderes Getier sich im Wald oder direkt im Dorf tummelt. Der durch das Dorf verlaufende Bach rundet das Gesamtbild mit hervorragender Wasserdarstellung gekonnt ab. Auf Hyrules Steppe sorgen sich ändernde Wetterverhältnisse und der Wechsel der Tageszeit für ein stimmiges Gesamtbild, während in der Ferne Ruinen oder andere Gebilde zu erkennen sind und hie und da ein paar Sonnenstrahlen durch die bei schlechtem Wetter vorhandene Wolkendecke dringen, ein malerischer Anblick. Der Waldtempel erinnert teilweise stark an den thematisch verwandten Tempel in Wind Waker. Glühwürmchen fliegen durch die Luft und Ranken und Äste verleihen dem Ganzen ein natürliches Aussehen. Keiner der unterschiedlichen Räume sah aus wie ein anderer, wenn auch einige davon durchaus ein paar Details mehr vertragen könnten. Leider war auch die Zeit der Demo zu knapp bemessen, um das Dungeon komplett erkunden zu können. Als grafischer Höhepunkt des Ganzen offenbart sich schliesslich der riesige geifernde Endgegner des Dungeons. All das wird schlussendlich von einem atmosphärisch stimmigen Soundtrack untermalt, der zu unserer Überraschung hauptsächlich aus neuen Songs zu bestehen scheint. Die bekannten Sounds wie die berühmten Jingles beim Öffnen einer Truhe oder beim Aufdecken eines Geheimnisses wurden dabei generalüberholt. Wir sind sehr auf die finale Fassung des Soundtracks gespannt.
 Autor:
Cyril Lutz
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Prognose:
5/5
Leserhype:
9.7