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Legend of Zelda: Twilight Princess

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Auf dem Weg dorthin begegnet mir ein schüchterner, kleiner Junge, Colin, der mich fragt, ob ich mit der Arbeit schon fertig sei und mich darüber in Kenntnis setzt, dass Ilia vor kurzem mit Epona hier vorbeigekommen ist. „Link? Gehst du zu Miss Ilia? Ich nämlich auch... Aber diese Typen dort drüben...“, erzählt er si chtlich verängstigt und deutet auf zwei Jungs auf der anderen Seite der Lichtung. „Nun, äh, Link... Könnten wir vielleicht gemeinsam gehen?“ Selbstverständlich erkläre ich mich einverstanden ihn zu Ilia zu begleiten, worauf er sichtlich erleichtert reagiert. Vorher will ich mich aber mit den beiden Jungs unterhalten. Der grössere Knabe will, dass ich ihm zeige, wie man mit einem Schwert umgeht, bemerkt dann aber den kleinen Colin, meint mir gegenüber: „Dieser Typ klebt ständig an Ilia wie eine Klette! Er spielt nie mit uns!“ und wendet sich an Colin: „Du willst nur an uns vorbei um Ilia zu sehen, oder?“ Der Kleinere, offensichtlich der kleine Bruder des anderen, unterstützt ihn: „Aber wir werden dich nicht durchlassen!“ „Das ist so feige, Colin! Link zu benutzen, um an uns vorbeizukommen! Du Schwächling! Wenn du ein Mann wärst, würdest du alleine versuchen an uns vorbeizukommen! Aber es spielt keine Rolle, wir lassen dich auch so nicht durch!“ mischt sich der Grössere der beiden, Tarro, wieder ein. „Ausser... Link? Wenn du uns beibringst, wie man ein Schwert benutzt, dann denken wir vielleicht darüber nach, euch beide vorbeizulassen.“ Na wenn’s unbedingt sein muss, zeig ich’s den Kleinen halt. Mit Hilfe eines Stocks und einer Vogelscheuche erkläre ich ihnen die Grundlagen: Als Erstes führe ich einen horizontalen Schwung aus, welcher mit dem B-Button ausgeführt wird. Danach folgt ein vertikaler Hieb, bei dem ich den Gegner erst per L-Button anvisieren muss und dann erneut den B-Button betätige. Mitten in meiner kleinen Präsentation werden wir von Tarros Schwester unterbrochen, die ihn ermahnt, nicht soviel zu sprechen. Sie sollen mich einfach machen lassen und zuschauen. Nach ihrer Standpauke wendet sie sich aufgeregt an mich: „Hey, Link, wieso zeigst du uns nicht die nächste Technik? Du weisst schon... Zuerst per L-Button anvisieren, dann den Control-Stick nach vorne neigen und schliesslich den B-Button betätigen. Das ist ein Stoss, Link! Zeig ihn mir! Zeig ihn mir!“ Leicht frustriert schaltet sich der kleinere Junge wieder ein: „Oh, mann. Das nennt man Stich...“ Langsam aber sicher nervt die ganze Sache etwas, also entschliesse ich mich, es schnell hinter mich zu bringen. Tarros grosse Schwester will natürlich auch noch die Wirbel-Attacke sehen, die sie so liebt. Für diese muss ich einfach den B-Button für eine Weile gedrückt halten und ihn dann wieder loslassen. Jetzt ist aber endgültig Schluss. Ich wende mich von drei Geschwistern ab und laufe direkt in den Wald, wo Colin sicher schon auf mich wartet.
Und richtig, in dem Moment als ich den Wald betrete, kommt er auch schon auf mich zugerannt und bedankt sich nochmal für die Hilfe. Er verstehe eh nicht, was so toll daran sein soll, mit einem Stock Kämpfen zu spielen. Er wolle lieber mal so werden wie ich, wenn er gross sei. „Denkst du, du könntest mir vielleicht irgendwann mal beibringen, wie man auf einem Pferd reitet? Wenn du mir versprichst, es mir beizubringen, dann zeige ich dir auch den geheimen Eingang zur Quelle, wo Miss Ilia oft ihre Zeit verbringt. Dort ist sie sicher auch im Moment mit Epona.“ Natürlich willige ich ein und folge ihm durch den wunderschönen Wald, an Eichhörnchen vorbei, zum geheimen Eingang. Mit einem Druck auf den A-Button krieche ich in den engen Tunnel und bewege mich mit dem Control-Stick vorwärts, bis ich zu einer Abzweigung komme, bei der ich ebenfalls per Control-Stick die Richtung wähle und weiterkrieche. Bei der Quelle angekommen sehe ich auch schon Ilia, wie sie sich mit dem kleinen Colin unterhält. „Bist du wieder durch dieses enge Loch gekrochen? Das sollst du doch nicht tun, mein Kleiner.“ Epona bemerkt mich als Erste und zeigt ihre Zuneigung durch ein kurzes Wiehern. „Du bevorzugst also nachwievor deinen Herrn gegenüber mir, na Epona?“ stellt Ilia fest, nachdem sie mich ebenfalls bemerkt hat. Der besorgte Gesichtsausdruck, den ich in letzter Zeit des öfteren bei ihr bemerkt hatte, kehrt wieder auf ihr Gesicht zurück. „Aber Link... Kannst du mir wenigstens versprechen, dass, egal was auf deiner Reise passiert, du nichts... Unmögliches versuchen wirst? Bitte. Komm einfach gesund zurück.“ Wie könnte ich diesem süssen Gesicht widersprechen? Ich antworte mit einem Nicken und einem Lächeln auf dem Gesicht.
 Autor:
Cyril Lutz
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Prognose:
5/5
Leserhype:
9.7