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XIII

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 Spiel-Infos: XIII
XIII Boxart Name: XIII (PAL)
Entwickler: Ubisoft France
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 28. November 2003
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1-4
Features:
keine
"Hallo. Ich muss mich entschuldigen - ich kann mich ihnen nicht vorstellen. Denn ich weiß nicht, wer ich bin. Ich weiß nicht, was ich hier mache. Ich weiß nur, dass ich den Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika umgebracht haben soll. Und nun bin ich auf der Flucht. Mein einziger Anhaltspunkt ist ein Bankschlüssel und eine Tätowierung, die eine römische Dreizehn darstellt. Mein Name ist Thirteen und ich brauche ihre Hilfe..."

Doom 3, Half-Life 2, Unreal 2: Der einzigartige Grafikstil ist es, was XIII von den genannten Konkurrenten wohltuend und vorbildlich abhebt. Figuren und Objekte haben dicke schwarze Ränder, Dialoge werden per passender deutscher Sprachausgabe (XIII wird von Ben Becker gesprochen) mithilfe von typischen Comic-Sprechblasen inszeniert und ab und zu eingeblendete Fensterchen, die zum Beispiel den Abgang eines Feindes zeigen, untermalen die Comic-Atmosphäre. Dieser Grafikstil zeigt eindeutig, was mit Cel-Shading möglich ist und wie unterschiedlich die Spiele mit demselben Grafikstil doch sind: Zelda benutzt zwar auch Cel-Shading, sieht aber dennoch nicht so aus wie XIII. Zudem ist das Spiel mit der Unglückszahl nicht wirklich kindgerecht aufgemacht: Blut und detaillierte Sterbeanimationen, die in maximal drei Pop-Up-Fenstern wie in einem Comic gezeigt werden, haben in den Händen von Kindern nichts zu suchen. Und dennoch: Ubisofts Ego-Shooter war von Anfang an als Comic zum Spielen gedacht und das hat man auch erreicht.

Schuster, bleib bei deinen Leisten. Und das tut XIII in jeder Hinsicht. Seien es die Rätsel, die sich auf kleinere Suchspiele à la „Schalte alle Generatoren aus“ beschränken, seien es die Schleicheinlagen, bei denen man sich vor feindlichen Wachen verstecken muss, oder seien es die Schusswechsel, die sich wie in jedem anderen Ego-Shooter auch anfühlen. XIII will außergewöhnlich sein, ist aber wie jeder andere Ego-Shooter auch. Das heißt aber noch lange nicht, dass es schlecht ist.

Die Steuerung gestaltet sich Ego-Shooter-typisch und braucht mit dem Controller etwas Übung. Doch nach einigen Versuchen geht alles schön flüssig von der Hand. Ein „richtiges“ Tutorial gibt es übrigens nicht - der Spieler wird gleich auf die Suche nach der eigenen Identität geschickt.

In XIII spielt vor allem Interaktivität mit der Umgebung eine große Rolle - denkt man. Denn die sogenannte „Interaktivität“ beschränkt sich auf das simple Einsammeln von bestimmten Objekten zur Zweckentfremdung. Zum Beispiel als Waffen, mit denen man - neben Pistolen, Maschinengewehren und Raketenwerfer - den Gegnern die Rübe einhaut.
 Autor:
Khesrau B.
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.3