GameCube » Tests » W » Wave Race: Blue Storm

Wave Race: Blue Storm

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...


Wo ist der Scheibenwischer?

Das wohl faszinierendste, neben der innovativen Arcade-Steuerung, ist die komplexe Wasserphysik von Wave Race: Blue Storm. Noch nie zuvor wirkte Wasser so lebendig und hatte eine solch realistische Auswirkungen auf das Fahrverhalten der virtuellen Jetskis. Allen voran ist das Wasser transparent, was einen Blick in die Unterwasserwelt gewährt. So manches Grünzeug oder im Meer lebende Lebewesen, wie Delphine, Schildkröte, Haie oder Orkas, kann man am Meeresgrund erkennen. Das Wasser selbst wurde mit diversen Partikeleffekten versehen, die beim Fahren hinter euch aufspritzen und diese Spritzer verschmutzen des öfteren die Linse der Kamera bzw. eures Fernsehers, was grafisch sehr schön rüberkommt.

Jede Bewegung des Jetskis hat Auswirkungen auf das Wasser und umgekehrt. So wird die Kontrolle eures Vehikels merklich erschwert, sobald ihr einen gegnerischen Fahrer in dessen Windschatten aufsucht. Ausserdem gibt es diverse Objekte, die das Wasser beeinflussen. So bricht irgendwo ein Stück eines Eisberges ab und platscht vor euch ins kalte Nass, was eine riesige Welle verursacht. Apropos Wellen, einige sind wirklich riesig und stellen fast ein Wellengebirge dar.

Sturmwarnung!

Neben den Steuerungsneuerungen und der grafischen Aufpolierung, spielt vor allem neu auch das Wetter eine wichtige Rolle. Waren beim Vorgänger die Wetterbedingungen pro Strecke vorgeschrieben, sind sie bei Blue Storm individuell anwählbar. Von Sonnenschein, über Bewölkung und leichtem Regen, bis zum Sturm oder Schneefall ist alles vertreten. Natürlich wirkt sich das alles auch markant auf das Wasser und somit auch auf die Steuerung aus.

Musik, soweit das Ohr hören mag

War einem als Nintendofan die Klangqualität der Sounds nicht allzu sehr aufgefallen, so verwöhnt erstmals ein Wave Race das Ohr mit Sound in CD-Qualität. Das dank dem neuen Speichermedium - der GameCube Optical Disc, auf der genügend Platz drauf ist. Von Rock über Techno bis zu atmosphärischer Musik, ist alles vertreten. Insgesamt sind es über 49 Tracks. Jedoch sind das nur verschiedene Variationen einer kleinen Anzahl Musikstücken. Fans des Vorgängers werden leider das Original-Theme vermissen, was wohl den Entwickler anscheinend zu schlecht schien. Neben den Soundeffekten, wie Motorengeräusche oder das Plätschern des Wassers, verfügt jeder Charakter über seinen individuellen Kommentator, der das Geschehen in Englisch kommentiert.
 Autor:
Thomas Fontana
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.1