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WarioWare, Inc.: Mega Party Game$!

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 Spiel-Infos: WarioWare, Inc.: Mega Party Game$!
Wario Ware, Inc.: Mega Party Game$ Boxart Name: WarioWare, Inc.: Mega Party Game$! ()
Entwickler: Intelligent Systems
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 03. September 2004
Genre: Party
Spieler: 1-4 (16)
Features:
GBA-Connectivity, 16 Spieler mit einem Pad
WarioWare Inc. ist zwiespältig. So zwiespältig, wie es kein anderes GCN-Spiel ist. Es bietet unterirdische Grafik, einen gerade noch zweckmäßigen Sound und ein anspruchsloses 2-Button-Gameplay. Zudem ist es größtenteils ein simpler GBA-Port. Andererseits ist es sympathisch. Und es macht Spaß. Interessiert?

Elevator Action!
Gut, auch ein Spiel, welches sich auf der Packungsrückseite als optischer Brechdurchfall präsentiert, will getestet werden. An dieser Stelle möchte der Autor anmerken, dass er das entsprechende GBA-Spiel nie angefasst hat, der Leser erhält somit einen exklusiven 1-zu-1-Einblick in die Eindrücke eines unvorbelasteten Erstzockers. Also: Disc in den Würfel und ab gehts.

Erste Auffälligkeit erhält das Game durch ein unglaublich kurzes, aber ebenso unglaublich trashiges Intro. Erster Lacher. Danach aber fix in den Einspieler-Modus (hier Passepartout genannt) und die einzig auswählbare Stufe bestätigt. Dann zeigt das Spiel ohne Scheu, was Sache ist: Ein Game Boy Advance erscheint, zoomt heran und füllt den Bildschirm aus. In diesem Screen-in-a-Screen findet das Spiel statt. Ihr fahrt einen Fahrstuhl herauf und in jeder Etage warten 25 Mikrogames von jeweils 3-5 Sekunden darauf, eure Reaktionsfähigkeiten auf eine harte Probe zu stellen. Das ist dann theoretisch auch der ganze Inhalt des Solo-Modus. Die Spiele an sich halten sich - wie gesagt - an keinen derzeit gültigen Grafikstandard und sind größtenteils identisch mit der GBA-Version. Von uralter Pong-Grafik über NES-Niveau bis (selten) SNES-Qualität zucken winzige Aufgaben oder Spielausschnitte berühmter Nintendo-Klassiker an euch vorbei, bei denen ihr meist nur den richtigen Knopf zur richtigen Zeit drücken müsst. Beispiele gefällig?

Gibt's das auch in normal?
Ihr müsst einen Finger in eine bereitstehende Nase bugsieren. Der gute Link muss schleunigst in einer Höhle verschwinden. Wario versucht, mit seinem Shirt seinen leicht dicklichen Bauch zu verdecken. Spaghettiaufrollen? Dabei. Nasehochziehen? Dabei. Sogar dem armen Mario müsst ihr seinen Superpilz klauen. Alles innerhalb von ein paar Sekunden. Pro Stufe stehen drei Fehlversuche zur Verfügung, welche sich zu Beginn recht schnell aufbrauchen. Hat man - bei einigen kniffligen Mikrogames - jedoch den Dreh heraus, freut man sich nach jeder geschafften Disziplin wie ein Schneekönig.

Über 200 Aufgaben teilen sich in verschiedene Bereiche auf: Ob Sport, Sci-Fi, Nintendo oder Wario's absolutes Chaos - hier wird jeder sein Lieblingsspiel finden. Auch, wenn es nicht lange dauert. Die Bereiche werden brav nacheinander abgespielt, am Ende jeder Stufe gibt es teils recht schwere Bossgegner (bzw. Boss-Aufgaben), danach gibt es eine minimalistische Endsequenz. WarioWare bietet viel Freispielbares, so warten unter anderem ein Time-Trial oder deftigere Schwierigkeitsgrade auf eure wunden Daumen.

Chaos hoch 16
Nachdem aber sämtliche Nasen geplündert, alle Airbags ausgelöst und die Masse an Spielen bekannt ist, geht dem Einzelspielermodus erst mal die Luft raus. Zeit, ein paar Freunde in die eigene Spielbude zu zerren und ein paar Joypads (oder Joypadersatz, sprich GBA's + Kabel) aufzutreiben. Denn der Multiplayermodus von WarioWare ist die pure Partygranate.
 Autor:
Timo Wienekamp
Testbericht
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Leserwertung:
8.5