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Viewtiful Joe

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Der Zug mal wieder
Viewtiful Joe nimmt den Spieler mit durch insgesamt sieben Episoden abwechslungsreicher Action. Jede Episode aus Joes neuem Filmheldenleben läuft unter einem anderen Titel und bietet wie lauter unterschiedliche Filme andere Schauplätze und Oberbösewichte. So läuft man in einem Level durch eine alte Stadt mit anschließendem Abwasserkanalbesuch, während in einem späteren Level eine gesamte Unterwasserwelt gerettet werden will. Im Laufe des Spiels kämpft sich der Strumpfhosenheld auch durch einen kompletten Zug, dessen Bremsen versagen, und nun zum Anhalten gebracht werden muss. Resident Evil lässt grüßen.

You are... VIEWTIFUL
Jede Episode ist in mehrere Abschnitte unterteilt, zwischen denen gespeichert werden kann. Außerdem gelangt man nach einem Abschnitt in einen Shop. Hier können V-Punkte, welche man im Kampf durch besondere Combos und gute Attacken sammelt, gegen allerhand Gegenstände und neue Fähigkeiten eingetauscht werden. Neben Cheeseburgern, die die Lebensanzeige wieder auffüllen, gibt es hier auch Leben, Bomben und spezielle Wurfgeschosse namens Voomerang. Besonders interessant sind aber sicherlich die zwei Erweiterungsstufen für Mach Speed, durch die sich Joe noch schneller bewegen kann, sowie zwei Spezialmoves. Diese helfen Joe dabei, im Kampf mehr Punkte zu machen oder nach einem Treffer den Sturz abzufangen.
Es gibt in jedem Abschnitt nochmals kleinere Unterabschnitte, die Joe zu bewältigen hat. Dabei kann es sich um Zwischen- oder Endgegner, aber auch um einfache Kampfpassagen handeln. Nach diesen Passagen wird man in drei Kategorien bewertet (V-Combo, Abwehr und Zeit). Je nachdem, wie gut man in jeder Kategorie abgeschnitten hat, bekommt man eine Zwischenwertung, die im besten Fall Viewtiful lautet. Auch mit einer A-Wertung ist man gut bedient, wer allerdings aus einer Begegnung mit einem D rausgeht, sollte noch ein wenig üben. Je besser die Bewertung, umso mehr V-Punkte bekommt Joe.

Say the word... Henshin!
Ist Viewtiful Joe massenmarkttauglich? Wahrscheinlich eher nicht. Neben dem zwar eigenwilligen aber wirklich unheimlich „coolen“ Stil, wird viele Leute wahrscheinlich der hohe Schwierigkeitsgrad abschrecken. Bevor einige jetzt aufschreien: Es ist nicht sehr schwer, das Spiel im einfachsten Schwierigkeitsgrad durchzuspielen. Wer sich allerdings an den nächsten und die darauf noch folgenden Grade traut, braucht sehr viel Übung im Umgang mit den unterschiedlichen Spezialfähigkeiten. Oft müssen alle Aktionen schnell nacheinander oder auch gleichzeitig genutzt werden, um möglichst effektiv zu spielen. Die späteren Grade unterscheiden sich zudem nicht nur durch mehr Gegner. Joe hat weniger Lebensenergie und auch die VFX-Anzeige nimmt schneller ab, wodurch seine Fähigkeiten nicht mehr so ausgiebig genutzt werden können. Wer Viewtiful Joe wirklich durchspielen will, braucht einen klaren Kopf und schnelle Hände. Wer eine hohe Herausforderung sucht, ist hier richtig, denn das Spiel wird hart. Dank des leichten Schwierigkeitsgrades brauchen aber auch Anfänger keine Angst zu haben, am ersten Zwischengegner hängen zu bleiben.
 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
8.2