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Viewtiful Joe: Red Hot Rumble

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Die vielen Möglichkeiten, die das Kampfsystem zu bieten hat, sorgen zwar für viel Abwechslung, bringen aber auch einige Probleme mit sich. Nicht nur für Anfänger, sondern auch für erfahrene Spieler kommt es dadurch oft zu Komplikationen. Hinzu kommen der oftmals viel zu große Bildschirmausschnitt und die zu kleinen Charaktere, dies führt regelmäßigen zu Übersichtsproblemen. So ist meist das ganze Areal gefüllt mit Gegnern, Items und den Angriffen der Spieler, sodass die eigene Figur nicht mehr zu sehen ist. Vor allem am Anfang entwickeln sich die Kämpfe dadurch zu chaotischen Schlachten.

Sind einige Stunden des Trainierens und des Ausprobierens vorbei und hat man Erfahrungen mit den einzelnen Items, VFX-Kräften und VFX-Kämpfen gesammelt, kann man sich am Storymodus versuchen. Hierbei entscheidet man sich für einen der zunächst sechs wählbaren Charaktere und sucht sich einen Level aus, welcher als Film bezeichnet wird. Jeder Film ist in vier Episoden unterteilt, wobei es sich bei der letzten immer um einen Bosskampf handelt. In den anderen gilt es bestimmte Ziele zu erfüllen, wie beispielsweise die meisten Gegner zu besiegen, die meisten Kristalle einzusammeln oder einfach nur zu Überleben. Hat man diese einzelnen Missionen erfolgreich abgeschlossen, wird man mit wichtigen V-Punkten belohnt, anhand derer der Gewinner ermittelt wird. Es gibt verschiedene Wege V-Punkte zu verdienen: zum einen durch das Vernichten der Gegner oder Mitspieler, zum anderen durch das Gewinnen der VFX-Kämpfe sowie durch das erfolgreiche Abschließen der einzelnen Missionen. Hat man einen Film abgedreht, wird meist ein neuer Level freigeschaltet oder es kommen neue Charaktere hinzu.

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Der Multiplayer funktioniert wie der Storymodus, nur dass es zwischen den einzelnen Episoden keine Geschichte gibt, die vorangetrieben wird. In dem sogenannten Kampfmodus darf man sich mit bis zu vier Spielern gleichzeitig gegeneinander die V-Punkte aus dem Leib prügeln. Dies geschieht in den Arenen, welche zuvor im Storymodus freigeschaltet wurden. Das Ziel ist auch hier so viele Punkte wie möglich zu sammeln, indem man seine Gegner KO schlägt oder die Missionen am besten abschließt. Leider enden diese Kämpfe meist in einem Chaos, denn was für einen Spieler schon unübersichtlich war, wird bei vier Spielern zu einer einzigen Katastrophe. Vor allem mit Freunden, die das Spiel noch nie zuvor gespielt haben, kommen keine unterhaltsamen Kämpfe zustande. Versammelt man eine Gruppe von erfahrenen Red Hot Rumble Spieler, sind spannende und spaßige Multiplayer-Schlachten allerdings garantiert.

Viewtiful oder nicht viewtiful?
Die Grafik bleibt dem für Viewtiful Joe typischen Comic-Stil treu und große Veränderungen zu den anderen Spielen sind nicht vorhanden. Die Charaktere sind gut animiert und das Geschehen läuft, trotz des Chaos auf dem Bildschirm, durchwegs flüssig. Vor allem die VFX-Kräfte wurden mit ansehnlichen Lichteffekten dargestellt. Präsentiert wird die Hintergrundgeschichte mit schicken Animesequenzen, die perfekt zum Grafik-Stil passen. Die Hintergründe sind filmtypische 2D-Kulissen wie das alte Japan, der Wilde Western, Atlantis und viele mehr.
 Autor:
Tobias Winkler
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