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UFC Throwdown

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Mein kleiner Pappkamerad
Manchmal fragt man sich, wie es angehen kann, dass die Präsentation eines Spiels einerseits so amateurhaft und andererseits so vorbildlich sein kann. Die inspirationslosen Menüs stören einen ja wenig, aber die Umgebung eines Kampfes ist dermaßen unansehnlich, dass man sie gleich hätte weglassen können. Auch wenn auf dem Bildschirm nicht viel los ist, besteht das zum Glück schlecht einsehbare Publikum aus etwa vier auf und ab ruckelnden Pappkameraden. Wesentlich besser sehen die Charaktere im Ring aus. Sie sind tatsächlich sehr gut und detailliert den echten Kämpfern nachempfunden und besitzen einen hohen Wiedererkennungswert. Die imposante Polygonanzahl sieht man den gestählten Körpern wirklich an.
Doch genug des Lobes, denn nun geht es dem Sound an den Kragen. Ich weiß ja nicht, wie sich die Stimmung bei einem echten Kampf so anhört, aber wenn es wirklich so klingt, wie im Spiel, frage ich mich, seit wann wilden Tieren Einlass gewährt wird. Es beschleicht einen ständig das Gefühl, sich im Urwald zu befinden und von einer Horde aufgeregter Affen umzingelt zu sein. Anders kann man sich diese animalischen Ausrufe kaum erklären. Schade um die Atmosphäre, denn das Intro ist nett gemacht und auch die Kämpfereinläufe wissen zu gefallen.

Fazit
Wie es bei Beat’em Ups nun mal immer der Fall ist, machen sie zu zweit wesentlich mehr Spaß als alleine, was bei UFC aber auch ziemlich leicht zu erreichen war. Wer also gegen einen Freund kämpft, wird zwar mehr, aber auch nicht wirklich langanhaltenden Spaß haben. Nichts gegen taktisch angelegte Kämpfe, aber wenn nichts auf dem Schirm los ist, verlieren auch Prügelfans recht schnell die Freude an dem Spiel. Die Grafik ist gut, wenn denn das Publikum etwas authentischer rübergebracht worden wäre. Alles in allem bietet UFC Throwdown aber zu wenig Abwechslung und ist somit nur für Fans der UFC und diejenigen interessant, die auf muskulöse Männer in knappen Unterhöschen stehen.

 Autor:
Tobias Prinz
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