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Turok Evolution

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Frust
Ähnlich verhält es sich allerdings auch in den Ego-Shooter Sequenzen. Bereits kurz nach Beginn des Spiels steigt der Schwierigkeitsgrad drastisch, sodass man kaum noch mit den immer in Gruppen auftretenden Gegnern fertig wird. Auch dabei ist es weniger die Steuerung oder der Levelaufbau, die das Ganze erschweren, sondern die ungeheure Zielgenauigkeit und Durchschlagskraft der Gegner. In gewissen Momenten wird man einfach nur sauer auf das Spiel, weil man glaubt, keine Chance gegen solche Massen von Widersachern zu haben. Ohne die glücklicherweise recht zahlreichen Medi-Paks oder Munitionsnachschübe, die die Gegner nach dem Ableben liegen lassen, würde man sich vermutlich recht schnell freiwillig die Klippe hinunterstürzen.

Turok Multi
Bei einem Turok darf auch ein Multiplayer Modus nicht fehlen. Allerdings waren die Vorgänger bekannt dafür, in diesem Bereich nicht wirklich an die großen Vorbilder heranzukommen. Auch in Turok Evolution gestaltet sich das nicht gerade anders. Es gibt zwar viele Modi, die eigentlich genügend Abwechslung bieten sollten, doch der richtige Spaß kommt nur recht langsam hervorgekrochen. Oft verliert man die Übersicht über die Map und aufgrund der Waffenverteilung entstehen viel zu schnell ungleiche Kämpfe. Neben dem normalen Umhergeballere wird einem auch noch ein Modus geboten, in dem man sich im Fluge bekriegen kann, was aber auch nur kurzzeitig für Aufsehen sorgen kann. Eines der größten Mankos im Multiplayer ist das Fehlen von Bots, was heutzutage schon eine echte Seltenheit ist.

Texture Mess
Ein wenig enttäuschend kommt das Spiel mit der Grafik daher. Die Dschungellevels sehen noch sehr fein aus, die grüne sich bewegende Umgebung schafft Eindruck. Leider schmälern die dabei auftretenden Ruckler die Freude, die vor allem dann auftreten, wenn man sich schnell umblicken möchte. Die Animationen der lebendigen Tierwelt wirkt teilweise etwas abgehackt, aber nichts, was den Spielspaß schmälern würde. Diesen Part übernehmen dafür zahlreiche Texturen. Zu häufig trifft man auf verwaschene Exemplare, ohne jegliche erkennbare Details, die sich auch noch häufig wiederholen. Unverständlich ist es aber, weshalb selbst einige Waffenmodelle unsauber und undetailliert daherkommen. Da hätte man wesentlich mehr rausholen können. Überzeugen können hingegen die flüssige Framerate in den Innenlevels, die hohe Weitsicht sowie einige auftretende Effekte. So zum Beispiel das nette Flimmern, welches der Raketen- oder Flammenwerfer nach sich ziehen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
5.4