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Turok Evolution

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Einöde im Dschungel
Awards für innovatives Leveldesign werden die Entwickler aber höchstvermutlich nicht abräumen. Alles ist recht linear und unspektakulär aufgebaut und selbst in den Dschungelabschnitten weiß man die meiste Zeit, wo man entlang zu gehen hat. Meist gibt es deutliche Wege, die man entlang zu laufen hat und man weiß genau, was einen erwartet. Nämlich Gegner, die auf einmal hinter den Ecken hervorgekrochen kommen und wie wild auf einen schießen. Doch wenigstens wurden diese mit einer verhältnismäßig guten KI ausgestattet. So suchen sie meist Deckung und verlassen diese nur für einen Augenbilck, um ein paar gezielte Schüsse abzugeben. Dennoch gibt es auch ein paar dämliche Gesellen, die sich einfach hinstellen und glauben, nicht gesehen zu werden.
Anders sieht es in den Innenlevels aus. Hier gibt es öfter Momente, in denen man für einen Augenblick die Orientierung verliert. Rätsel oder ähnliches sind nicht zu finden, das Spiel beschränkt sich auf das simple Finden von Schaltern, die neue Türen und Wege öffnen.
Als ein guter Versuch gewertet werden kann zum Beispiel die Infiltration eines Gebäudes. Hier sollte man versuchen, leise vorzugehen und nicht zuviel Aufsehen zu erregen. Teilweise zunichte gemacht wird das Ganze aber dadurch, dass der ausgelöste Alarm schnell wieder verklingt, wenn man sich verkriecht und sich die Gegner wieder zurückziehen.
Insgesamt gibt es einige gescriptete Events, wie beispielsweise einstürzende Wände, explodierende Blockaden oder weggesprengte Türen, die immer dann auftreten, wenn man sich dem Objekt nähert.
Im Laufe des Spiels durchstreift man aber nicht nur Dschungel und altertümlich wirkende Gebäude, sondern auch zeitgemäßere und teils sogar futuristische Schauplätze. Die Gegner variieren hingegen nicht.

Flieg, Tal'Set, flieg!
Neben den First Person Parts hat auch ein neues Spielelement Einzug in Turoks Welt gefunden. Es wird nämlich auch in einigen Missionen ein Flugsaurier bestiegen, mit dem man fortan durch die Lüfte schwebt. Nun hat man den Saurier durch die engen Canyons zu manövrieren, immer auf der Hut, dass er nicht ins Wasser stürzt oder gegen eine Wand klatscht, und hat nebenbei noch einiges an gegnerischen Angriffen abzuwehren. Die automatische Waffe ist nur eine leichte Hilfe, da machen die Raketengeschosse schon wesentlich mehr her. Diese müssen allerdings im Fluge aufgesammelt werden, was sich nicht als allzu leicht erweist. Entgegen allen Befürchtungen steuert sich diese Sequenz auf dem GameCube aber nicht so haarig, dass man es als hochgradig unfair bezeichnen müsste. Natürlich reagiert der Saurier etwas träge, aber man hat ihn in so ziemlich jeder Situation unter Kontrolle. Schwer wird es allerdings in den späteren Flugmissionen, wo die Umgebung teilweise umkippt, Steinlawinen den Berg hinunterpoltern und man durch enge, düstere Höhlen zu fliegen hat. Gemeiner ist da schon, dass ständig Hunderte von Gegnern auf einen einzuschießen scheinen, was einem ganz gehörig von der Gesundheit abzieht. So wird man hier wohl weniger über die Steuerung, als über die unfairen Attacken der Gegnerschaften fluchen. Nur die Tatsache, dass einem an einigen Stellen die Sicht versperrt wird und man somit zwangsläufig gegen eine Wand fliegt, lässt den Frust auch etwas steigen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Leserwertung:
5.4