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Super Monkey Ball Adventure

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Das Übliche
Fast schon obligatorisch für die Super Monkey Ball Reihe sind die Partyspiele, denen auch in diesem Ableger ein eigener Punkt im Hauptmenü gewidmet wurde. Insgesamt sechs der überwiegend für Mehrspielerpartien konzipierten Minigames lassen sich hier finden, drei davon (Race, Fight, Target) gab es schon in den Vorgängern. Und es sind auch die altbekannten, die am meisten Spaß machen. Denn die neuen Spiele Bounce, Cannon und Tag zeigen zwar einen guten Willen und gewissermaßen auch Ideenreichtum der Entwickler, können aber leider nicht überzeugen. Hier hätten sich Traveller's Tales ganz einfach an den Klassikern der älteren Teile bedienen können – 12 Partygames wären hier zu holen gewesen.

Letztendlich stehen euch im Modus „Herausforderung“ nochmal, in drei Schwierigkeitsgrade unterteilt, die traditionellen Levels aus dem Hauptmodus bereit, die es in bester Super Monkey Ball Manier mit begrenzter Anzahl an Leben und Continues zu bewältigen gilt.

Affenartige Akustik und Optik
Im gesamten Affenreich wird ein Kauderwelsch gesprochen, das nur schwer von Japanisch und Hebräisch rückwärts unterschieden werden kann, die Atmosphäre aber sehr gut unterstreicht. Wer der Sprache „Äffisch“ nicht gewachsen ist, hat aber auch keine Probleme, Aiai und Co. zu verstehen - alle Dialoge erscheinen euch schriftlich in Sprechblasen. Wer nun aber zusätzlich Analphabet ist, schaut ziemlich dumm aus der Wäsche. Im Hintergrund gibt’s dabei stets muntere Melodien, lediglich in den Puzzles wird auf aus Vorgängern bekannte Beats umgestellt, die teilweise in frustigen Momenten schon ziemlich auf die Nerven gehen können.

Grafisch zeigt sich Super Monkey Ball Adventure mit flüssigen Animationen und netten Effekten ziemlich solide, lediglich die Texturen wirken teilweise etwas unscharf. Die verschiedenen Königreiche wurden sehr authentisch gestaltet, so erwarten euch auf Jungle Island mit Palmen umgebene Strohhütten und ein Wasserfall - Zootopia hat als Möchtegern-Vergnügungspark dagegen eine Achterbahn, ein großes Zirkuszelt oder einen Zauberer zu bieten, an dessen Show ihr sogar teilnehmen dürft.

Im Großen und Ganzen ist die Technik also recht akzeptabel, auch wenn die Steuerung manchmal etwas träge und die Kamera, vor allem in den traditionellen Levels, gerne mal etwas nervös ist.

FAZIT
Wer die ersten Teile der Super Monkey Ball Serie mochte, findet an diesem Titel nicht unbedingt auch Gefallen, ist doch der Hauptteil der Vorgänger nun nur noch zu einer Nebensache geworden. Es handelt sich hier zwar in keinerlei Hinsicht um ein schlechtes Spiel, allerdings glückte der Versuch, die Affenbande in freier Wildbahn auszusetzen aufgrund einer eher unmotivierenden Story und eintönigen Missionen einfach nicht – auch wenn die neuen Balleigenschaften das Spielgeschehen teilweise auflockerten. Aiai und seine Freunde gehören nunmal in ihre Puzzles und dahin werden sie zum Wii-Launch auch wieder zurückgeschickt.
 
Daher für Einzelspieler ordentlich bis gut und im Mehrspielermodus gut
 Autor:
Thomas Frank
Testbericht
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