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Super Monkey Ball 2

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Vom Anfänger bis zum Hardcoregamer
Super Monkey Ball 2 bietet einen breit gefächerten Schwierigkeitsgrad, der langsam aber beständig ansteigt. Noch zu schaffen ist der Storymodus, aber sobald man im Herausforderungs-Modus ist, scheint das ganze komplizierter. Die drei Stufen mit 10 bzw. 20 oder 50 Levels (leicht, normal, schwer) unterscheiden sich schon beachtlich und ich behaupte einfach mal, dass sich nur eine Hand voll Gamer durch „Hard“ durchkämpfen konnte.
Hinzu kommt aber noch, dass man für das Meistern ohne Continue-Gebrauch noch weitere Levels pro Härtestufe frei schalten kann. Schafft man dies in "Leicht", "Normal" und "Schwer" gibt es sogar noch einen vierten Schwierigkeitsgrad (wieder mit möglichen Zusatzlevel). Freak wäre wohl noch viel zu harmlos, wenn man nach der Bezeichnung für einen solchen Spielers sucht.

Mehrspielermodus mit mehr Inhalt
Grandios war der Multiplayerpart im Vorgänger und umso größer die Vorfreude auf frische Ideen. Wieder mit dabei und einer Frischzellenkur unterzogen sind Golf, Bowling, Kampf, Rennen, Billard und Ziel. Dazu gesellen sich Baseball, Fußball, Schuss, Tennis, Luftkissen und Boot. Mit weinendem Auge entdeckt man das "Golf 2" inzwischen mehr mit Mario Golf gemeinsam hat als mit dem guten alten Monkey Golf. Die Bahnen und das Putten sind realistischer gestaltet, aber eben nicht gleichzeitig interessanter. Auch Monkey Ziel 2 hat an Reiz verloren, weil hier nun alle Spieler gleichzeitig in den Kampf ziehen und das Spiel mit Flugformationen unnötig erweitert wurde.
Auf der anderen Seite machen die vier anderen neuen alten Spiele noch mehr Spaß und auch die neuen Minispiele bieten einen gewissen Mehrwert. Nichtsdestotrotz ist Masse eben doch nicht klasse.

Nichts für Technikfreaks
Schlicht, einfach, aber nicht hässlich: Das ist Monkey Ball gewesen und das trifft auch auf den Nachfolger zu. Umgebungen wurden etwas feiner und detaillierter gestaltet als noch zuvor - ein Kracher ist das Spiel dennoch nicht. Wozu auch? Mehr braucht ein Geschicklichkeitsspiel einfach nicht. Die Grafik ist sauber, die Bälle rund und auch auf Kantenflimmern hat man verzichtet. Bei der Weitsicht lässt auch nur Monkey Ziel zu wünschen übrig, obwohl das hier natürlich zum Teil auch erwünscht ist.
Dass unsere Affen musikalisch sind, haben sie mit ihrem Mut-mach-Spruch eindrucksvoll bewiesen, auch wenn der Texter dringend gefeuert gehört. Genauso fröhlich dudelt es im Rest des Spiels aus euren Lautsprechern und es wird eine muntere Atmosphäre erzeugt. Etwas mehr Abwechslung täte Monkey Ball 2 zwar gut, aber Grund zum Meckern gibt es eigentlich nicht.
 Autor:
Martin Eiser
Testbericht
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Leserwertung:
8.4