GameCube » Tests » S » Super Mario Sunshine

Super Mario Sunshine

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
 
Auch die Ferieninsel wurde gut in Szene gesetzt: Vom Vergnügungspark über Güterhafen und Strandhotel ist alles vertreten, was dazu gehört. Langweilig und öde wird es euch sicher nicht, bis ihr sämtliche 120 Insignen gefunden habt. Alle Levels strotzen nur so von Details und man sieht, dass hier mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde. Über den Wiesen fliegen Schmetterlinge, am Strand kreisen die Möwen über euren Köpfen und im Wasser gilt es die reichhaltige Meeres- und Korallenwelt zu bestaunen.
 
Montagsmaler
Mit unglaublich hohen Polycount oder detailliertesten Texturen kommt Super Mario Sunshine nicht daher. Die Figuren weisen ein relativ simples Design auf, was jedoch gut in die comichafte Umgebung von Mario passt. Unter den Texturen befinden sich leider ab und zu ein paar schwarze Schafe, welche matschig und verpixelt sind. Mehrheitlich sind die Texturen aber liebevoll im Comic-Look gestaltet und können getrost als solide Arbeit bezeichnet werden. Ganz anders sieht es aber mit den Effekten aus, wo Super Mario Sunshine zu überzeugen weis: Neben den allgegenwärtigen Wassereffekten, welche locker denjenigen aus Wave Race - Blue Storm Konkurrenz machen, gibt es auch diverse Motion-Trail Effekte. Führt Mario z.B. einen "Popoklatscher" aus, erscheinen feine Linien, welche in den Farben Blau und Rot die Bewegung Marios verdeutlichen. Beim Aufprall auf den Boden macht sich eine Staubwolke breit.
Auch wenn die Engine von Super Mario Sunshine nur mit 30 fps läuft, und leider an gewissen Stellen sogar noch einbricht, kann sie mit einer bisher noch nie da gewesenen Weitsicht überzeugen: Münzen lassen sich durch das halbe Level ausmachen; befindet man sich auf dem höchsten Punkt einer Welt, kann man das gesamte Areal überblicken - jedes Element bleibt ersichtlich. Ein ebenfalls sehr netter Effekt ist die Unschärfe, welche auf weiter entfernte Gegenstände wirkt. Wie bei unserem natürlichen Auge werden entfernte Dinge unscharf, wenn wir unseren Fokus auf ein Objekt richten.
Neben all den bisher genannten Effekten (insbesondere die des Wassers) gibt es noch einen weiteren Grund, wieso die Optik nicht so fulminant daher kommt, wie z.B. bei Eternal Darkness: Die Geo Morphing Engine. Dank ihr schießen plötzlich Palmen und Sonnenblumen aus dem Strand, Statuen aus dem Geschmiere oder Sanddünen aus dem nichts. Auch wenn Super Mario Sunshine im Bereich der Grafik nicht zur neuen Referenz auf dem GameCube wird, so muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass angesichts der vielen Effekte, dem Geo Morphing und der phänomenalen Weitsicht der Titel auf jeden Fall einer NextGen Konsole würdig ist.
 Autor:
Thomas Theiler
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.7