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Splinter Cell

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Ihr müsst Geiseln befreien, Terroristen bespitzeln, wichtige Dokumente finden und manchmal auch nur lebend entkommen. Wie bereits erwähnt, seid ihr vollkommen auf euch alleine gestellt. Im Kampf gegen den Internationalen Terror und für den Weltfrieden habt ihr nur einen Verbündeten: die Dunkelheit. In der rechten unteren Ecke des Bildschirmes gibt es einen kleinen Balken, der euch zeigt, wie sichtbar ihr für Gegner seid. Ist die Anzeige ganz links, seid ihr so gut wie unsichtbar, ist der Balken hingegen ganz rechts, leuchtet ihr wie ein Weihnachtsbaum. Natürlich lässt es sich nicht immer vermeiden, dass ihr nicht gesehen werdet. Solltet ihr einen Alarm auslösen, ist höchste Vorsicht geboten, denn dann sind die sehr intelligenten Gegner noch aufmerksamer. Wenn ihr mal von einem Gegner gestellt werdet, und es zu einem Schusswechsel kommt, könnt ihr auf ein, im Laufe des Spiels immer größer werdendes, Waffenarsenal zurückgreifen. Aber Vorsicht, die Gegner zielen gut, es sei denn ihr habt zuvor die Lichtquellen ausgeschaltet. Solltet ihr dennoch getroffen werden, zehrt das sehr stark an eurer Lebensenergie. Hier merkt man schon, wie realistisch Splinter Cell ist. Die Rambo Methode zieht nicht, damit überlebt man keine 2 Minuten. Eine Mission gilt als nicht beendet, wenn Unschuldige sterben, ihr selbst ins Gras beisst oder zu viele Alarme ausgelöst werden. Um das zu vermeiden, solltet ihr besiegte Gegner immer an dunkle Stellen tragen, dann werden sie nicht so schnell gefunden. Aufmerksamkeit ist bei Splinter Cell mit das oberste Gebot. Wird es euch zu brenzlig, könnt ihr auch ein Ablenkungsgeschoss wie z.B. eine Flasche werfen, sofern eines in der Nähe ist. Davon kann man aber bei den meisten brenzligen Situationen ausgehen. Es ist einfach unglaublich spannend, eine Wache durch das klirrende Aufprallgeräusch einer Cola Dose zu locken, sich langsam von hinten anzuschleichen und sie dann KO zu hauen, in der Hoffnung nicht gesehen zu werden. Besonders vorsichtig müsst ihr auch vorgehen, wenn ihr das Surren einer Überwachungskamera hört. Werdet ihr von dieser erfasst, habt ihr kurze Zeit später meistens ein Problem mit mehreren Wachen. Allgemein bleibt aber im OPSAT festzuhalten, dass der beinharte Schwierigkeitsgrad der Xbox Version etwas aufgelockert wurde. Grund hierfür sind einige Umbauten der Entwickler am Leveldesign. So wurden schwierige Sprungpassagen durch leichte Klettermanöver ersetzt oder Eingänge in Räume so gelegt, dass ihr leichter den Raum einsehen und gefährliche Personen ausschalten könnt.

Konvertierungsqualität
Auch auf dem GameCube sieht das Spiel sehr gut aus, die Schatten und Lichteffekte sind nach wie vor eine Augenweide. Allerdings fällt im Vergleich auf, dass einige Schattenwürfe aus dem Spiel entfernt wurden. So wirft Sam Fisher beispielsweise in der Cube-Version mysteriöserweise keinen beeindruckenden Schatten mehr, wenn er in der Garage vor das Scheinwerferlicht eines Autos tritt. Auch die Details sind auf dem GameCube vorhanden wie zum Beispiel ein im Wind wehender Vorhang. Trotzdem kommt die GameCube Version nicht ganz an den Detailreichtum der Xbox Version heran. Als besonders störend erweist sich das eigentlich von der PS2 bekannte Kantenflimmern. Das kann der Würfel eindeutig besser. Wenn man genau hinsieht, wird man sogar feststellen, dass sowohl bei der GameCube Version, als auch bei der PS2 Version im Vergleich zum Xbox Original ein paar unwichtige Räume oder Zimmereinrichtungen fehlen. Dies ist allerdings nicht weiter schlimm, da das Gameplay nicht beeinflusst wird. Im Gegenteil: Besitzer der GameCube bzw. PS2 Version kommen sogar in den Geschmack einer Bonusmission, sowie über 30 Minuten neue Zwischensequenzen. Leider sind die Ladezeiten zwischen den Missionen im Vergleich zur Xbox Version um einiges länger geworden, für ein GameCube Spiel doch eher ungewöhnlich.
Die GameCube Version bietet aber noch mehr: So gibt es bei der GameCube Version eine exklusive Waffe, die Sticky Bomb. Dieses nette Spielzeug setzt Gegner durch eine Schockwelle außer Gefecht. Diese Waffe kann allerdings nur eingesetzt werden, wenn man den GameCube mit der GBA Version von Splinter Cell verbindet.

 Autor:
Martin Vötsch
Testbericht
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Leserwertung:
6.1