GameCube » Tests » S » Sphinx & die verfluchte Mumie

Sphinx & die verfluchte Mumie

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Hinzu kommen noch kleine Stealth-Einlagen, bei denen ihr euch größtenteils langsam und leise bewegen und eure Gegner im Auge behalten müsst. Auf der Suche nach Artefakten durchlebt die Mumie einen enger geschnürrteren, aber auch motivierenderer Spielverlauf, als der seines Gegenpols. Es wiederholt sich fast nie etwas und immer neue Fähigkeiten bieten genug Abwechslung. Der Anteil der Mumie an der Geschichte ist allerdings auch wesentlich kleiner als Sphinxs Part. Die Steuerung bei beiden Protagonisten funktioniert die meiste Zeit gut, auch wenn sie an einigen kleinen Detailmacken leidet, die allerdings kaum der Erwähnung wert sind.

Liebe zum Detail
Von der Gestaltung her gefällt Sphinx meist durchaus gut: Einen Höhepunkt stellt hierbei die Mumie dar, die stets sympathisch und lebendig wirkt. Alle Charaktere des Spiels kleiden sich in mystische altägyptische Gewänder und gekonnt zieren allerlei Muster die Wände der Tempel, was die Stimmung des Spiels unterstützt. Aus technischer Hinsicht überzeugt meist die Weitsicht, die angenehm weich wirkenden Animationen und manchmal einige schöne Texturen hier und da, übermäßig opulent wirkt das Spiel aber nie und lässt sich daher auch nicht als grafischer Kracher bezeichnen. Von besonderen Effekten bleibt man zum Beispiel weitergehend "verschont". Die Welt wirkt des Weiteren, trotz der oft eindrucksvollen Architektur, wenig lebendig: NPCs stehen meist still in ihrer Ecke und reagieren erst, wenn ihr sie ansprecht. Die musikalischen Untermalung des Spiel lässt sich als solide bezeichnen: Mit mythischen, orientalischen Klängen will man begeistern, was aufgrund der teils unpassenden Auswahl für die verschiedenen Umgebungen allerdings nur bedingt gelingt. Dolby ProLogic II wird leider nicht unterstützt, doch weiss der verwendete Surroundsound trotzdem durchaus zu gefallen.

FAZIT
Sphinx kann langweilen, aber auch begeistern. Insgesamt bietet es die meiste Zeit ein gehobenes Niveau mit einigen Motivationseinbrüchen hier und da, aber eben auch einigen Höhepunkten. Die Motivationseinbrüche und die wenigen nervigen Punkte wie das Monsterfangen, die Kämpfe oder die teils haklige Steuerung trüben zwar den Gesamteindruck, doch die Positivpunkte überwiegen bei weitem. So könnte man Sphinx für Genreliebhaber gar als einen Pflichtkauf betiteln, aber auch für alle anderen ist das Spiel mehr als ein Blick wert.
 
Daher für Einzelspieler sehr gut.
 Autor:
Sebastian Mengay
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-