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Soul Calibur 2

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Wer hingegen gerne mal alleine auf den Gegner einkloppt wird vor allem vom Waffenmeister Modus begeistert sein. Zu Beginn wählt man sich einen Charakter aus und beginnt seine Reise mit dem großen Ziel, die Suche nach dem legendären Dämonenschwert Soul Edge. In diesem Modus bekommt man für jeden gewonnen Kampf, je nach Schwierigkeitsgrad der Prüfung, unterschiedlich viel Gold und Erfahrungspunkte. Nach einer bestimmten Anzahl von Erfahrungspunkten steigt man im Level, dies hat allerdings keine Auswirkung auf den jeweiligen Kämpfer. Von dem Gold hingegen kann man sich im Shop jede Menge Extras kaufen, wie z.b. neue Outfits, aber auch diverse Waffen für die Kämpfer, die man dann zum Teil auch in den anderen Spielmodi einsetzen kann. Die verschiedenen Waffen beeinflussen zudem euren Kämpfer: Die eine Waffe ist etwas länger, wodurch ihr eine größere Reichweite habt, gleichzeitig ist sie dadurch aber auch etwas schwerer, so dass euer Kämpfer langsamer wird. Auf der Suche nach Soul Edge zieht ihr im Waffenmeister Modus von einer Mission zur nächsten. Bei einem Großteil der Missionen müsst ihr allerdings mit einem oder mehreren Nachteilen kämpfen, wie zum Beispiel vereistem Boden oder mit angeschlagener Gesundheit und ab und zu werdet ihr sogar vergiftet, so dass euch kontinuierlich Energie abgezogen wird, in diesem Zustand müsst ihr dann oftmals gegen mehrere Kontrahenten hintereinander bestehen. Mit der Zeit werden die Missionen, von denen es insgesamt über vierzig gibt immer happiger. Aber es lohnt sich da ihr auf diese Weise knapp über 200 Waffen freispielen könnt. In der PAL Version könnt ihr, genauso wie in der US Version, in diesem Modus drei zusätzliche Kämpfer freispielen, die in der japanischen NTSC Version nicht vom Spieler gesteuert werden können. Solisten werden sich mit diesem Modus wohl am längsten beschäftigen. Namco ist es hier gelungen ein Gleichgewicht zwischen anspruchsvollem Schwierigkeitsgrad und Motivation ohne Grenzen zu finden. Wenn man eine Mission auch aufs zehnte Mal noch nicht geschafft hat, denkt man sich immer, einmal probier ich es noch, nur noch einmal und so denkt man dann auch noch nach dem zwanzigsten Mal. Dieser Modus stellt gleichzeitig auch ein sehr gutes Training dar, da man auch nach der 200 Schlacht auf einmal noch einen neuen Move seines Kämpfers entdecken kann. Wer wirklich alles freispielen möchte, wird sich sehr lange mit diesem Modus, der dank der sehr abwechslungsreichen Missionen nie langweilig wird, beschäftigen.

Ebenfalls eine nette Idee ist das freispielbare Profil der verschiedenen Charaktere, hier erfährt man sehr viel über die verschiedenen Schicksale, die Herkunft und warum sie nach Soul Edge suchen. In diesem Modus kann man sich die Kämpfer auch noch mal genau anschauen und alle Sprachsamples durchgehen, die sie auf Lager haben Insgesamt hat jeder Kämpfer 77 verschiedene Sprüche auf Lager.

Fazit
Wer sich nur halbwegs für Beat´em Ups interessiert muss sich Soul Calibur II kaufen, an diesem Spiel kommt kein Genre Fan vorbei. Es ist keine Revolution wie sein Vorgänger, aber es ist die perfekte Evolution, Namco hat ganze Arbeit geleistet und einen Genrevertreter der Extraklasse geschaffen. Der König ist tot, lang lebe der König. In Soul Calibur II gibt es soviel zu entdecken und freizuspielen, dass ihr über Monate hinweg beschäftigt sein werdet. Sowohl Kenner des Vorgängers als auch Neueinsteiger werden sofort in den Bann von Soul Calibur II gezogen, ein Spiel, das den Titel Kampfepos wahrlich verdient.
 Autor:
Martin Vötsch
Testbericht
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Leserwertung:
8.7