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Soul Calibur 2

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Die wahre Schönheit der Kampfkunst
Schon der Vorgänger für die Dreamcast sah absolut beeindruckend aus und sorgte für reihenweise offene Münder bzw. für ein völlig neues Spielerlebnis. Darum war die Erwartungshaltung im Vorfeld natürlich auch entsprechend hoch. Eine grafische Revolution wie mit dem Vorgänger ist Namco nicht gelungen, was aber natürlich auch abzusehen war. Trotzdem spielt Soul Calibur II grafisch auf allen 3 Konsolen in einer hohen Liga mit. Die Charaktere strotzen nur so vor Details und sind wunderschön animiert.

Die Liebe zum Detail und die unglaublich vielen verschiedenen Animationen sieht man besonders gut, wenn man sich die verschiedenen Waffendemonstrationen (müssen erst freigespielt werden) der Charaktere anschaut. Es ist einfach eine Augenweide, wenn Kilik mit seinem Kampfstab herumwirbelt oder Astaroth seinen mächtigen Kriegshammer schwingt.

Ebenfalls wieder sehr gut in Szene gesetzt, sind die Arenen, die zudem sehr abwechslungsreich gestaltet wurden. Die Stimmung des Spiels wird dadurch noch besser rübergebracht. Schade ist allerdings, dass die Arenen nicht wie z.b. bei Dead or Alive, mehrstöckig sind. Wenn man aus dem Ring fällt heißt es gnadenlos Ring Out. Ebenfalls nicht ganz so toll wie der Rest des Spiels sind die verschiedenen Abspänne der einzelnen Charaktere, wie beim Vorgänger auch bekommt man ein paar Standbilder zu sehen mit ein bisschen Text darunter, der allerdings fast zu schnell wieder verschwindet. Schade das sich Namco da anscheinend nicht ganz so sehr bemüht hat wie mit dem Rest des Spiels.

Die musikalische Untermalung kann sich ebenfalls hören lassen, die Musikstücke passen sehr gut zum Ambiente der verschiedenen Arenen. Auf dem GameCube ertönen die orchestralen Melodien in Dolby Pro Logic 2 Sound. Ebenfalls sehr gelungen sind die Kampfschreie der Kämpfer: Jeder hat verschiedene Angriffsschreie auf Lager, ebenso wie diverse Schmerzschreie, wenn er einen Schlag einstecken muss. Natürlich gibt es auch noch einen obligatorischen Todesschrei. Diese Liebe zum Detail zieht sich durch das komplette Spiel und macht Soul Calibur II zu einem besonderen audiovisuellen Erlebnis.

Meistere die Herausforderung und werde zur Legende
Natürlich bietet Soul Calibur II jede Menge verschiedener Spielmodi. Zum einen natürlich die Standardspielvarianten wie Training, den Storymodus, Time Attack, Team Kampf, einen VS Mode usw. Die meisten dieser Modi kann man auch gegen einen Freund spielen. Es kommt richtig Schadenfreude auf, wenn man ganz knapp gewinnt: Soul Calibur II gehört zu den Spielen, die man immer wieder gerne gegen einen Freund spielt um zu zeigen, wer der wahre King of the Ring ist.
 Autor:
Martin Vötsch
Testbericht
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Leserwertung:
8.7