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Soul Calibur 2

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Mit Link hat Namco eine hervorragende Wahl getroffen, denn er passt nicht nur ausgezeichnet in die Kämpferriege, sondern sorgt durch seine Popularität auch für hervorragende Verkaufszahlen der GameCube Version weltweit. Wer nicht auf die Exklusivcharaktere zurückgreift, steigt mit einem von insgesamt 22 anderen, teils aus dem Vorgänger bekannten, Charakteren in den Ring. Allerdings sind nicht alle von Anfang an verfügbar, einige Charaktere müssen erst freigespielt werden. Natürlich gibt es auch noch ein paar neue Charaktere, wie z.b. Cassandra, Raphael und eine weitere Todd McFarlane Kreation, die auf den Namen Necrid hört, oder aber auch den bulligen Berserker, den es nur in der PAL Version gibt, ebenso wie 2 weitere Charaktere. Es sind noch einige Charaktere mehr, die ich hier aber nicht verraten möchte. Von den alten Haudegen sind natürlich die meisten wieder mit an Bord, unter anderem Kilik, Mitsurugi, Hwang, Nightmare, Ivy, Talim, Maxi und Verrenkungswunder Voldo. Man fühlt sich richtig aufgeregt, wenn man mit dem Recken zum ersten Mal in den Ring steigt, mit dem man schon auf der Dreamcast unzählige Kämpfe bestritten hat.

Gute Ideen soll man nicht verändern
Das hat sich Namco bei der Steuerung wohl auch gedacht, die hat sich nämlich im Vergleich zum Dreamcast Vorgänger nicht verändert und das ist auch gut so. Die Steuerung ist sehr intuitiv und geht einem auch mit dem Cube Controller, der ja eigentlich nicht für diese Art von Spielen konzipiert wurde, sehr schnell in Fleisch und Blut über. Man wird eins mit dem virtuellen Recken auf dem Fernsehmonitor und bietet sich sehr schnell packende Duelle mit seinem gegenüber. Die Komplexität eines Virtua Fighters wird mit dieser Art von Steuerung natürlich nicht erreicht, was aber auch gar nicht nötig ist, da das Kampfgeschehen so stets sehr flüssig und schnell abläuft, gleichzeitig aber auch noch sehr viel Freiraum für taktische Raffinessen geboten wird. Mit der Y-Taste führt ihr vertikale Schläge mit eurer Waffe aus, mit der A-Taste horizontale, mit der X-Taste hingegen tritt euer virtuelles Konterfrei zu. Die B-Taste dient zum Blocken gegnerischer Angriffe, wenn euer Timing stimmt und ihr in die Richtung eures Gegners plus die B-Taste drückt, vollführt ihr einen aktiven Block, welcher oft über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Mit dem Digi-Kreuz oder dem Analog Stick bestimmt ihr die Richtung in die euer Kämpfer geht bzw. schlägt. Durch Kombination dieser Tasten (z.b. A + B = Wurf) könnt ihr eine Vielzahl verschiedener Manöver ausführen. Der Vorgänger wurde von einigen ja als Buttonsmasher verschrien, bei Soul Calibur II werdet ihr damit allerdings nicht weit kommen, da es für jeden Schlag eine Kontermöglichkeit gibt und diese wird von Profis gnadenlos und äußerst effizient ausgenutzt.

Wie auch schon beim Vorgänger wurde alles sehr effektvoll in Szene gesetzt: Jeder Schlag zieht einen bunten Schweif hinter sich her, bei Specialmoves gibt es gar ein wahres Gewitter an bunten Blitzen und Feuereffekten auf dem Bildschirm, Blut fließt genau wie beim Vorgänger keines. Es sieht schon beeindruckend aus, wenn beide Charaktere auf dem Bildschirm eine mächtige Komboattacke starten und auf einander mit wirbelnden Waffen zustürmen. Was uns auch gleich zur Grafik des Spiels bringt.
 Autor:
Martin Vötsch
Testbericht
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Leserwertung:
8.7