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Smuggler`s Run - Warzones

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Nach einem kurzen Briefing geht es dann auch schon los, intuitiv drück ihr euren A Button bis zum Anschlag durch, um im Höllentempo abzuzischen. Wer jetzt denkt, es sei ein leichtes, einfach nur dem Radarpfeil nachzufahren um eure Lieferung aufzugabeln, hat sich getäuscht - gleich im Dutzend werden sich die ortsansässigen Gruppen über euch hermachen, sobald sie euch am Horizont erspähen. Allein mit dem Einsatz eurer (Hand)Bremsen wäre es nicht mehr lange gut um euch bestellt, weswegen ihr euer Gefährt mit jeweils zwei verschiedenen Gegenmaßnahmen ausstatten könnt. Diese können euch dann fortan per Druck auf X und Y aus der Patsche helfen. Die Steuerung ist sehr simpel gehalten und geht schon nach wenigen Minuten ins Blut über. Somit ist sie auch besonders für einen schnellen Multiplayereinsatz geeignet, ohne aber den Freiraum für eine fortgeschrittenere Fahrweise einzuschränken. 
 
Mit Vollgas voraus… 
Was ist ein Rennspiel ohne Geschwindigkeitsgefühl? Nix - aber genau bei diesem Punkt müsst ihr euch bei Smuggler`s Run - Warzones keine Sorgen machen. Die Engine läuft absolut stabil bei 60 fps - selbst bei einem Dutzend Autos auf dem Bildschirm bleibt sie konstant. Links und rechts von euch zischen Büsche durch Bild, was den Geschwindigkeitseindruck ebenfalls erhöht. Zwar sind die Umgebungen eher als karg zu bezeichnen, was jedoch einerseits durch die Landschaften bedingt ist, welche man nachgebaut hat, andererseits bei dem Vollgas auch gar nicht weiter stört. Den Fokus richtet man sowieso auf die gegnerischen Fahrzeuge und auf Bäume, welche einem von der Auslieferung der nächsten Ladung abbringen könnten. Trotzdem fallen teilweise doch recht matschige Texturen auf - auch bei den Automodellen hätten etwas mehr Details nicht geschadet. Scheinbar hätte sich das mit der Engine in der Form nicht vereinbaren lassen. 
 
Pump up da Base… 
Unterlegt wird die Hetzjagt passend mit Detroid Techno, welcher neben dem Motorbrummen die richtige Atmosphäre herstellt. Was leider fehlt sind Details wie der Klang des Regens, der auf die Karosserie prasselt oder der Klang von wegspritzendem Schlamm und Matsch. Das hätte viel zur Atmosphäre beigetragen. Insgesamt haben die Jungs von Angel Studios mit dem Sound einen anständigen Job gemacht, hätten jedoch noch genügend Raum für Verbesserungen (DPLII zum Beispiel) gehabt.  
Die Sprachausgabe ist im ganzen Spiel in Englisch gehalten, so auch in den Briefings. Jedoch finden sich die Kommentare alle auch in deutscher Übersetzung auf dem Bildschirm, so dass die englische Synchronisation nicht zur Sprachbarriere wird.

 Autor:
Thomas Theiler
Testbericht
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Leserwertung:
8.3