GameCube » Tests » R » Rogue Leader: Rogue Squadron 2

Rogue Leader: Rogue Squadron 2

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...

Medaillensammeln schwer gemacht
Ein schwerwiegender Kritikpunkt an Rogue Leader ist der Schwierigkeitsgrad. Zwar kann man das eigentliche Spiel mit etwas Übung und Geschick relativ gut meistern, doch das Ergattern der Medaillen erweist sich als nervenaufreibende und auch lästige Art, die Bonusmissionen frei zu schalten. Man erhält Medaillen, je nachdem, wie viele Gegner man vom Himmel geholt hat, wie viel Zeit man für die jeweilige Mission benötigt hat, wie oft der Zielmonitor zum Einsatz kam etc. Nur wenn all diese Werte im grünen Bereich liegen, bekommt man zur Belohnung entweder bronzene, silberne oder in ganz seltenen Fällen auch goldene Scheiben um den imaginären Hals gehängt. Für jede Medaille erhält man Punkte. Für eine bestimmte Anzahl an Punkten lassen sich insgesamt fünf Bonusmissionen frei schalten. Doch wie gesagt sind die begehrten Scheibchen unheimlich schwer zu bekommen, und so wirft man den Controller schon mal nach dem ein oder anderen Frusterlebnis in die Ecke und gibt sich mit dem regulären Ende des Spiels (nach 10 Missionen) zufrieden.

Wo Licht ist, muss auch Schatten sein
Die Grafik präsentiert sich wie bereits zu Beginn erwähnt sehr cineastisch und übertrifft manche aus den Filmen bekannte Szenen noch. Die Schiffe sind sehr detailliert und nutzen die Technik, mehrere Texturlayer übereinander zu legen. So kann beispielsweise Schmutz an den Außenwänden sehr realistisch dargestellt werden. Die hohe Polygonrate tut ihr Übriges. Besonders auffällig sind auch die Schatteneffekte, so werfen die Gleiter nicht nur einen Schatten auf den Boden, sondern auch auf sich selbst. Das heißt, dass selbst kleinste Teile, die auf einem Raumschiff montiert sind, einen Schatten auf andere Teile werfen, der sich bewegt, sobald sich das Schiff dreht. Auffällig wird dies auch in der Cockpitansicht. Fliegt man gegen die Sonne und schaut sich mit dem C-Stick um, liegt alles im Schatten und es lassen sich nur leichte Umrisse der Anzeigen erkennen. Fliegt man nun allerdings eine 180° Kurve, bewegen sich die Schatten realistisch zur Seite und man hat die Sonne im Rücken. Dadurch ist das Cockpit ausgeleuchtet und jedes einzelne Detail lässt sich wunderbar erkennen. Selbst die Stormtroopers auf Hoth werfen alle einen eigenen Schatten.

Des weiteren bewegen sich alle Gegner wie zum Beispiel die Walker sehr realistisch und fallen auch genauso zu Boden. Fliegt man nahe an einen AT-AT heran, lassen sich sogar die Rückstöße der Kanonen erkennen. Besonders stolz ist man auch darauf, wie die Laserschüsse die Umgebung realistisch ausleuchten.

The Force is strong with this one
Auch soundtechnisch zieht Factor 5 alle Register. Dank Dolby Pro Logic II Surround Sound Unterstützung, wird das Spiel zu einem noch intensiveren Erlebnis. Die orchestralen Musikstücke stammen teilweise aus den Filmen und sind von hervorragender Qualität. Knallende Explosionen, Hunderte von Lasersalven, die dicht an seinem Gleiter vorbeizischen und die Sprachausgabe bringen noch mehr Star Wars Feeling rüber, sodass man sich fragt: Was will man mehr?

Ein Action-Spektakel erster Güte!
Mit Star Wars Rogue Squadron II: Rogue Leader (so der vollständige Name) ist Factor 5 auf jeden Fall ein Action Spektakel der besonderen Art gelungen, das nicht nur dank Grafik und Sound aus der Launchtitelmasse hervorsticht. Auch wenn das Gameplay keine großen Innovationen bietet, wurde das Konzept von Rogue Squadron (N64) konsequent und erfolgreich verbessert. Auch wenn die Bonusmissionen schwer zu ergattern sind, wurden viele Gimmicks, wie zum Beispiel ein Making Of Film, integriert, die sich frei zu spielen lohnen. Für den nächsten Teil könnte man sich nur mehr Levels, einen faireren Schwierigkeitsgrad und vielleicht auch mal den heißersehnten Multiplayermode wünschen, denn auch in diesem Spiel, kann man nur alleine gegen das Böse antreten.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.2