GameCube » Tests » R » Robots

Robots

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Solide Handwerkskunst
Von den für GameCube-Verhältnisse zu langen Ladezeiten abgesehen, wird in technischer Hinsicht solide Kost abgeliefert. Die Animationen von Freund und Feind gehen in Ordnung, es herrscht eine hohe Weitsicht und auch Einbrüche in der Framerate sind weitestgehend glücklicherweise kein Thema. Dabei glänzen vor allem die Charaktere, die sehr nah an der Filmvorlage modelliert worden sind und damit einen hohen Wiedererkennungswert besitzen. Die Umgebung sieht für den Spieler manchmal dagegen recht karg aus, was aber ebenfalls an der Filmvorlage liegt, da in einer Roboter-geprägten Umgebung eben nicht unbedingt blühende Wiesen zu erwarten sind.

Schrottige Klänge

Kommen wir zum Tiefpunkt von Robots: Der Sounduntermalung. Die Melodien im Hintergrund sind leicht nervig, aber (zum Glück) schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwunden. Das Hauptproblem der Tracks ist aber sowieso nicht ihre kompositorische Seite, sondern die oft geradezu penetrante Art und Weise, in der sie eingesetzt werden und diese schnell zur Geduldsprobe machen lassen. Vor allem die FMV Sequenzen müssen hier exemplarisch hervorgehoben werden. Auch die deutsche Sprachausgabe ist kein Musterbeispiel geworden: Nicht nur, dass man sich bei manchen Texten wirklich fragen könnte, ob der Texter die leidlich auf Komik getrimmten Sprüchen selbst witzig fand - die Intonation setzt dem leider die Krone auf. Unzählige Charaktere wurden von den immer gleichen Leuten synchronisiert, dafür allerdings dann wenigstens sehr ordentlich. Die Soundeffekte selbst sind im gehobenen Durchschnitt anzuordnen und geben gut den Comic-Charakter der computeranimierten Vorlage wieder.

From Hero to Zero?
Robots ist ein Titel, den eigentlich keiner so wirklich braucht. Das Spiel ist beiliebe kein Totalreinfall, aber es gibt genügend Alternativen auf dem überfüllten Markt, die den Titel recht unbrauchbar erscheinen lassen. Der niedrige Schwierigkeitsgrad und die gelungene Umsetzung der Welt des Kinofilms könnten aber jungen Videospielern (und Hardcorefans) trotzdem ein paar vergnügliche Spielstunden bescheren, wobei Robots dann aber auf keinen Fall als Vollpreisspiel gekauft werden sollte, dafür gibt es selbst für diese Zielgruppe zu viele Alternativen und die nette Videothek von nebenan ist in diesem Fall wohl der richtige Geschäftspartner, denn länger als ein Wochenende werden definitiv nur absolute Anfänger an Robots hängen. Der Titel kann abschließend betrachtet recht froh darüber sein, eine Filmumsetzung darzustellen, ansonsten würde er wohl komplett untergehen.
 
Daher für Einzelspieler dürftig bis mittelmäßig.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
-