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Robots

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 Spiel-Infos: Robots
Robots Boxart Name: Robots (PAL)
Entwickler: Eurocom Entertainment Software
Publisher: Vivendi Universal Games
Erhältlich seit: 11. März 2005
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
60 Hz-Modus, Dolby Pro Logic II
Vorurteile begegnen uns jeden Tag, egal ob es sich dabei um angebliche Wahrheiten über andere Gruppierungen, Völker oder Kulturen dreht, denen man aber natürlich nicht selbst angehört. Doch wenn es ein Vorurteil gibt, dass (fast) immer ins Schwarze trifft, dann ist es die generelle Meinung vieler Videospieler über so genannte Filmumsetzungen. Jene Art von Software, die den armen und ahnungslosen Familienvater gerade in der heißen Festtagsphase in die Fänge bekommt, obwohl sich dieser doch so sicher war, dass das Spiel ebenso unterhaltsam für seine Sprösslinge, wie das Filmerlebnis werden würde. Doch langer Rede kurzer Sinn: Sollte es sich bei Robots für den Nintendo GameCube um die berühmte Ausnahme der Regel handeln? Wir haben es geprüft…

From Zero to Hero

Der junge Roboter Rodney Copperbottom träumt schon seit er ein kleiner Bolzen ist davon, dass er eines Tages bei Bigweld Industries arbeiten wird, der bekanntesten Werkstatt überhaupt und Zielort aller aufstrebenden Erfinder im Lande der Roboter. Jetzt soll endlich der große Moment gekommen sein und Rodney macht sich auf den Weg, sein Glück in die eigenen geschickten Hände zu nehmen. Doch plötzlich wird Bigweld persönlich Opfer einer Entführung, denn der nicht gerade sympathische Bösewicht Ratchet macht einen auf Eroberer und möchte die Welt gewaltsam an sich reissen. Somit erweist sich die Story aus dem Kino auch sehr kompatibel zu den üblichen Geschichten, die man in Jump'n'Runs vorgesetzt bekommt.

Standardkost auch bei der Steuerung: Rodney wird mittels Analogstick durch die Gebiete bewegt und kann einen Doppelsprung und eine Stampfattacke ausführen. Die Sprünge stellen dann auch den größten Kritikpunkt der ansonsten gut gelösten Steuerung dar: Nicht nur sieht diese Aktion sehr unfreiwillig komisch aus, auch verfehlt man durch mangelnde Präzision beim Springen oftmals wichtige Plattformen, vor allem zu Anfang des Spiels. Wie in einer gewissen Reihe desselben Genres für die PlayStation 2, kann Rodney auf einen Schraubenschlüssel als Waffe für Nahkämpfe zurückgreifen. Auch verschiedene Waffen stehen ihm im Laufe der Zeit zur Verfügung, wobei diese allerdings Schrott verbrauchen, der auch als allgemeines Zahlungsmittel in Rodneys Welt gehandelt wird. Besonders wichtige Schrottteile gibt es für das Lösen diverse Aufgaben, womit diese einen ähnlichen Stellenwert einnehmen, wie bei Super Mario 64 die Powersterne oder die Puzzleteile bei Banjo-Kazooie.

Business as usual

Der Spielablauf verläuft dabei ebenfalls in Bahnen, die dem geneigten Spieler höchstens ein gelangweiltes “Kenn ich alles schon” entlocken können. Fast immer werdet ihr losgeschickt und sollt eine bestimmte Anzahl an Items einsammeln. Das würde dann auch einigen Spass versprechen, sind doch damit verbunden oftmals eine Reihe von Geschicklichkeitseinlagen zu bewältigen. Aber leider können diese Spielabschnitte weder vom Design noch vom Spielspass mit den Genrekönigen mithalten und wirken recht uninspiriert. Und dann sind da auch noch Rodneys „elegante Sprungeigenschaften“, die etwas Frust in die Angelegenheit bringen. Auch andere (allzu gut) bekannte Elemente wie Renneinlagen, die hier in einem an Super Monkey Ball erinnernden Stil geboten werden, sind zwar nett gemeint, aber hauen den Spieler in keinerlei Hinsicht vom Hocker. Da passt es auch gut ins Bild, dass die Gegner dumm wie Stroh sind und keinerlei wirkliche Bedrohung abgeben. Da wurde der Begriff der „Blechköpfe“ wohl allzu wörtlich genommen. Damit sind sie aber auch in guter Gesellschaft, denn Robots ist ein sehr einfaches Spiel und zielt deutlich auf die junge Zielgruppe ab.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
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