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Resident Evil 4

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 Das Gaming-Universe Wertungssystem: So bewerten wir!
Die Wertung setzt sich bei Gaming-Universe aus den vier Komponenten Gameplay, Optik, Audio und Dauerspaß zusammen. Dazu vergeben wir eine Gesamtwertung, welche alle Faktoren zusammenfasst. Bietet ein Titel einen On- und/oder Offline-Multiplayer Modus, erfassen wir diesen mit einer eigenständigen Wertung. Die Skala umfasst 1 bis 10 Punkte, wie ihr sie Links genauer umschrieben findet, wobei die Gesamtwertung eine Abstufung mit Halbpunkten kennt. Falls wir einer Komponente keine Wertung geben, findet ihr ein "-" sowie einen Hinweis im Test-Text, wieso wir passen. Näheres zu den Komponenten erfahrt ihr, indem ihr die Maus über die entsprechenden Begriffe in diesem Text haltet.

10 Meilenstein

9 herausragend

8 sehr gut

7 gut

6 ordentlich

5 mittelmässig

4 dürftig

3 schlecht

2 schrecklich

1 unzumutbar

 Wertung Einspieler
GAMEPLAY: 10
OPTIK: 10
AUDIO: 9
DAUERSPASS: 9
 
GESAMT: 9.5
 
 Wertungs-Überblick
9.5
9.1
 Positiv
+ gelungenes Gameplay
+ herausragende Grafik
+ atemberaubende Soundkulisse
+ viele neue Ideen
+ viele Freispielmöglichkeiten
 
 Negativ
- kaum Schockmomente
- kaum Rätseleinlagen
- 16:9 Letterbox-Bild

Zweite Meinung - Christian Leinen:

Lang, lang hat's gedauert... und immerhin hat sich Capcom inzwischen den westlichsten Zockern erbarmt! Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass sich das Warten wirklich von der ersten bis zur letzten Sekunde gelohnt hat. Ein derart gut durchdachtes Spiel kommt dem ambitionierten Videospieler selten unter die Finger. Alle genauen Details zu diesem Leckerbissen entnehmt Ihr einfach unserem Test.

Wer das erste Mal den den Weg vom See zurück zur Kirche geschlichen ist, mit dem letzten Rest seiner Pump-Gun Munition - und acht Schuss sind da verdammt wenig -, umgeben von Blitz und Donner in absoluter Finsternis bei strömendem Regen, der weiß, was es heißt zu beten, dass keine Feinde hinter der nächsten Ecke lauern. Zwar braucht man sich um Schocker wenig Sorgen zu machen, allerdings ist bei den fluoreszierenden Augen in der Ferne doch schon Vorsicht angesagt! Zunächst fällt das Leuchten gar nicht weiter auf, wer aber einen gewagten Blick durch das Scope wirft, entdeckt ein kleines Hundchen in der Ferne, allerdings recht ungenau, da es ja dunkel ist. Als dann plötzlich ein Blitz aufzuckt und das riesige, mutierte Maul des Tieres preisgibt, passiert das Unglück und reflexartig zuckt der Daumen - Biest tot, vier auf dem Weg den Kollegen zu rächen - autsch!
 
Wenn die Kollegen von Capcom eines gut hinbekommen haben, dann ist es die KI und das Verhalten der Gegner. Ähnliche Szenen bieten sich immer wieder. Ihr könnt den Gegner zwar sehen, er euch aber nicht. Auf wildes Geballere hat man die Typen dann am Hals. Besonders schön - und frustrierend - ist, wie sie sich unter einer zielenden Knarre wegducken oder erstmal türmen, um ihre Freunde zu holen. Die kommen dann, um einem ihre hübsche Sammlung an Beilchen, Hacken und Sägen zu zeigen, natürlich sponsored by Merchant - der fröhliche Waffenverläufer von nebenan. Wer den besonderen Kick will, kann den Merchant mal erschießen - aber um Gottes Willen dann nicht abspeichern!
 
Soweit läuft also alles wohlig und gut im Resident Evil 4 Land. Die Neuerungen, die ja teilweise von Fans gewünscht wurden, sind sinnvoll und erhöhen das Spielerlebnis. An manches muss man sich zwar gewöhnen, wie das aktive Nachladen oder die Action-Einlagen in Zwischensequenzen, allerdings macht es die Szenerie wesentlich spannender. Auch die von Metal Gear geklauten Codec-Unterhaltung sind eine willkommene Abwechslung beim Spielablauf und erheitern die Story mit einigen coolen Kommentaren seitens Leon. So besabbert man bis zur gnadenlosen Austrocknung die wahrhaft göttliche Grafik mit ihren furios inszenierten Bosskämpfen, das Gegnerverhalten, die geilen Knarren beim Merchant, bis schließlich - Ashley! Die Braut am Hals zu haben kann schon nerven, vor allem, wenn sie plötzlich den besonderen Drang verspürt, sich aus der geduckten Haltung zu erheben, wenn ihr grade einen Gegner wegsemmeln wollt. Dann heißt's: langsam bis hundert zählen und Spielstand laden! Dafür eröffnet sie euch noch einige weitere Möglichkeiten, mit der Umwelt zu interagieren - nett! Eine äußerst humorvolle Stelle ist übrigens, wenn ihr Ashley aus Ihrem Gefängnis abholt. Beachtet einmal Lord Sattlers Mimik und Aussehen - wenn das mal nicht eindeutig unser guter alter Imperator aus Star Wars ist? Na?
 
Im Großen und Ganzen kann man dazu nur sagen: Klasse gemacht, Capcom, Resident Evil ist definitiv eine Perle, die in keiner volljährigen Sammlung fehlen sollte und setzt die Messlatte für Survival-Horror Spiele verdammt weit nach oben.
Prädikat: kaufen

Daher: 9.5
 Autor:
Gökhan Yikilmazlar
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
9.1