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Resident Evil 4

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Babysitter Leon
Da Leon ab einem bestimmten Zeitpunkt des Spiels auf Ashley, die gerettete Präsidententochter, aufpasst, muss er natürlich auch auf ihre Gesundheit achten. Hier kann man beruhigt sein, denn anders als bei so manchen anderen Spielen, stört eure Begleiteren den Spielfluss kaum. Geht ihr beispielsweise in Schussposition, geht Ashley automatisch aus dem Weg. Sollte sie mal vor euch stehen, während ihr schießen wollt, duckt sie sich geschickt, um nicht von beiden Seiten getroffen zu werden. Als zusätzliches Feature könnt ihr dem Mädchen Befehle erteilen, so dass sie sich beispielsweise in einem großen Container verstecken oder einfach in einem Raum warten soll bis ihr sie ruft. Lasst sie allerdings nicht zu lange allein. Wird sie nämlich von den Gegnern aus dem Areal getragen oder getötet, ist auch für euch das Spiel vorbei. Neben der ganzen Action und den Rettungseinlagen werdet ihr natürlich auch mit vielen Zwischensequenzen belohnt. Allerdings solltet ihr währenddessen lieber nicht das Joypad aus der Hand legen, sonst könntet ihr sehr bald Bekanntschaft mit dem Game Over Screen machen. Wie in Segas Shenmue gibt es nämlich auch in Resident Evil 4 so genannte Quick Time Events. Soll heißen, ihr müsst in diversen Situationen schnell eine auf dem Screen angezeigte Tastenkombination drücken um nicht das Zeitliche zu segnen. Solche Situationen gibt es nicht nur in Zwischensequenzen, sondern auch während des laufenden Spiels des öfteren.

Glücklicherweise werdet ihr nach einem der vielen Tode, die ihr ohne Zweifel sterben werdet, zu einem der vielen Rücksetzpunkte zurückgesetzt. Das Spiel speichert euren gegenwärtigen Stand nämlich automatisch, wenn ihr ein neues Areal betretet oder nach Schlüsselsequenzen. Auch die verhassten Farbbänder gehören der Geschichte an. Zwar gibt es nachwievor Schreibmaschinen, doch könnt ihr nun jederzeit und unbegrenzt an diesen abspeichern. Diese Neuerungen machen viel aus und steigern den Spielspaß nicht unwesentlich, wobei auch die altbekannten Resi Zutaten trotz allem nicht zu kurz kommen. Ebenfalls erfreulich dürfte die Spielzeit sein, für die ihr beim ersten Mal auf jeden Fall mit 20 Stunden rechnen solltet. Um euch auch danach noch ans Pad zu fesseln, gibt es diverse Extras, die natürlich erst freigespielt werden müssen.

Modrige Dorfbewohner
Die Grafik in Resident Evil 4 ist ohne Zweifel ein wahrer Augenschmaus. Während ihr anfangs noch gegen dutzende Gegner in einem einfachen Dorf kämpft, werdet ihr später unter anderem wunderschöne Wettereffekte, Lichtspielereien und Explosionen bewundern dürfen. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist die geringe Vielfalt der Gegner, die oft nur aus fünf bis sieben verschiedenen Modellen pro Kapitel bestehen und ihr des öfteren gegen ähnliche Gegner kämpfen müsst. Dies stört jedoch kaum, da ihr dadurch das komplette Spiel flüssig spielen könnt und nicht mit nervigen Rucklern und Slow-Downs gestört werdet, selbst wenn ihr mal gegen 10-Meter Kolosse in den Kampf zieht.
 Autor:
Gökhan Yikilmazlar
Testbericht
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Leserwertung:
9.1