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Rally Championship

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 Spiel-Infos: Rally Championship
Rally Championship Boxart Name: Rally Championship (PAl)
Entwickler: Warthog
Publisher:
Erhältlich seit: 07. Februar 2003
Genre: Racer - Rallye
Spieler: 1-4
Features:
60 Hz-Modus, MC 6 Blöcke

Auch heute, über ein Jahr nach der "Geburt" des GameCubes in Europa, haben es Fans von guten Rally-Spielen noch relativ schwer, gute Software zu finden. Während die Zockergemeinde noch hoffend auf die Cube-Version von V-Rally 3 wartet und das bugverseuchte Pro Rally einige Spieler abschreckt, ist Rally Championship von Bigben Interactive nun die nächste Alternative auf dem Markt. Ob diese endlich die Durststrecke beenden kann?

Hart Erspartes
Rally Championship wirft einen gleich zu Beginn ins Geschehen, denn ohne jegliches Training hat sich der Spieler gleich in einer der regionalen Rallys die Flügel zu stutzen. Diese sind erster Bestandteil einer Karriere, in der man sich die Lizenzen für größere Rallyes zunächst erfahren muss. Zu Beginn steht dem Spieler ein recht mickriger Betrag zu, der dazu dient, sich sein erstes Fahrzeug zu verdienen. Vier Teams stehen hier mit ihren leistungsschwachen Wagen zur Auswahl und zu mehr als einem dieser Vehikel will das Ersparte auch nicht reichen. Hat man sich einen dieser Wagen ausgewählt, kann die Rennfahrerkarriere auch schon starten.

Soviel zu Simulation..
Die lokalen Rallyes dienen dazu, sich mit dem Fahrverhalten der Boliden vertraut zu machen und die ungeheuer komplexe Steuerung im Kopf zu haben. Okay, ungeheuer komplex mag übertrieben sein: Mit A wird Gas gegeben, B bremst ab und mit Z darf die Handbremse für knifflige Kurven betätigt werden. Mittels des C-Sticks kann zwischen fünf Perspektiven gewählt werden. Mehr hat man zwar auch nicht von einem Rallye-Spiel zu erwarten, doch leider wurde das Fahrverhalten eher mittelmäßig umgesetzt. Besonders bei Autos der niedrigeren Klassen fällt einem das mehr arcadelastige Fahrverhalten auf. So ist es durchaus möglich, seinen Wagen absichtlich schlingernd über die gesamte Länge einer Strecke zu manövrieren, ohne dass dieser ansatzweise Anstalten macht, nur ein wenig auszubrechen. Auch ist es egal, wenn man mal kurz von der Strecke abkommt, der Wagen liegt dennoch ordentlich. Durch die etwas schwammige Steuerung sind leider kaum schöne Drifts möglich, da auch die Handbremse eher spärlich Verwendung findet. Wer eine anspruchsvolle und herausfordernde Steuerung sucht, ist hier nicht richtig.
Da demnach die Steuerung keine große Hürde bietet, haben sich die Entwickler wohl gedacht, den Schwierigkeitsgrad auf andere Weise zu heben. So fahren die Gegner selbst im einfachen Schwierigkeitsgrad sehr gute Zeiten und Anfänger könnten so trotz der Steuerung leicht an ihre Grenzen kommen.

 Autor:
Tobias Prinz
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
3.0