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Pokémon XD: Der dunkle Sturm

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Hab ich auch schon irgendwo einmal gesehn und gehört
Technisch gesehen hat sich bei Pokémon XD ebenfalls sehr wenig getan. Die Entwickler bei Genius Sonority benutzten die selbe Grafikengine, die selben Animationen, den selben Soundtrack und die selben Soundeffekte wie bei Colosseum, was im Klartext bedeutet: Die Grafik ist schön bunt gehalten und fängt die Pokémon Atmosphäre gut ein, die Animationen sind vor allem während den Kämpfen immer noch zu lang, weshalb sich diese gerne einmal in die Länge strecken und die Effekte der verschiedenen Attacken wurden sehr gut ausgewählt und wissen zu gefallen. Der Soundtrack selber dümpelt vor sich hin, orientiert sich an den Game Boy-Versionen und die Effekte passen auch, wenngleich das Gequieke der Pokémon von den Game Boy-Versionen übernommen wurde, was dazu führt, dass die Unterscheidung bei reinem Hinhören nicht gelingen wird. Löblich ist aber die gewohnt gute PAL-Anpassung des Spiels. Es wird ein 60 Hz-Modus spendiert und die Texte im Spiel sind komplett eingedeutscht, Sprachausgabe gibt es aber nicht.

FAZIT
Es stellt sich am Ende die Frage, für wen Pokémon XD: Der dunkle Sturm jetzt eigentlich wirklich geeignet ist. Im Grunde ist es eine Frechheit, den gesamten Vorgänger inklusive der Locations, der Charaktere und vielem mehr, wiederzuverwenden. Wer also bereits Colosseum gespielt hat, der sollte sich einen erneuten Kauf nur auf Grund einer neuen, kindgerechten Geschichte, ernsthaft überlegen. Wer Colosseum jedoch nicht gespielt hat, der sollte wiederum Pokémon XD den Vorzug geben. Mir persönlich hat die Geschichte um die Crypto-Pokémon trotz der vielen Deja-Vue-Erlebnisse Spaß gemacht. Etwas ärgerlich war es aber manchmal, wenn ein Dungeon mehr als 90 Minuten Spielzeit in Anspruch genommen hat, nur weil die Kämpfe so lange dauerten oder ich ein bestimmtes Crypto-Pokémon nicht krallen konnte. Im Großen und Ganzen ist Pokémon XD ein einsteigerfreundliches Rollenspiel mit einem Story-Modus, der ca. 25 bis 30 Stunden beschäftigen kann und einem netten, aber nicht gerade innovativen Multiplayer-Vergnügen. Das Warten auf ein „echtes“ 3D-Pokémon dauert also weiter an. Dennoch werden Fans ihren Spaß haben, es sei denn, der Vorgänger gefiel schon nicht. Ebenfalls muss erwähnt werden, dass das Spiel satte 43 Blöcke auf der Memory-Card belegt, beim Vorgänger gab es ähnliche Dimensionen, da wurde aber eine Memory-Card mitgeliefert, diesmal leider nicht.
 
Daher für Einzelspieler gut bis sehr gut und im Mehrspielermodus gut
 Autor:
Stefan Böhne
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
6.8