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Pokémon XD: Der dunkle Sturm

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Nach der etwas großzügig angelehnten Einleitung, in welcher der Held ein paar neue Locations kennenlernt, beginnt das große Abenteuer. Um neue Pokémon zu erhalten, bekommt der Held sehr früh im Spiel die bekannte Krallmaschine an seinen Arm gelegt. Mit dieser ist es erlaubt, Crypto-Pokémon von anderen Trainern zu krallen. Gelingt dies, kann man diese in sein Team aufnehmen und mit ihnen so lange kämpfen, bis der Crypto-Balken gegen Null sinkt oder man verfrachtet die Pokémon später im Spiel in eine neue Maschine, die mit Hilfe normaler Pokémon die dunklen Seelen öffnet. In diesem Fall wird euch einiges an Arbeit erspart.

Kommt es zu einem Kampf, wechselt das Spiel in eine Kampfarena. Normalerweise treten hier immer Zweierteams an, wie bereits aus dem Vorgänger bekannt. Ansonsten besteht der Tagesablauf darin, dass der Held verschiedene Städte besucht, dort mit möglichst vielen Leuten redet, diesen Informationen entlockt und sich auf den Weg zum nächsten Dungeon macht. Zwischendurch gibt es gelegentlich noch einige Bonusmissionen, die nicht weiter storyrelevant sind, aber dafür nützliche Items in euren Rucksack schmuggeln. Zu diesen Missionen gehören u.a. die großen Arena-Wettbewerbe, bei denen ihr vier Kämpfe in Folge gewinnen müsst, der Duellberg mit seinen über 100 Gegnern und kleine Minispiele, wie z.B. ein Kampf-Bingo.
Kenn ich schon
Wie bereits erwähnt, gibt es bei Pokémon XD: Der dunkle Sturm vieles an Recycling. In der Region Orre gibt es gerade einmal eine Hand voll neuer Orte, darunter nur eine neue Stadt, ansonsten diverse Dungeons. Auch die Oberwelt ist nicht frei begehbar, immer noch wählt man auf einer Landkarte verschiedene Zielpunkte aus, die der Held dann in einer kurzen Sequenz mit seinem Roller anreist. Die Tatsache, dass sich in erster Linie wieder nur Crypto-Pokémon fangen lassen, zerstört den Sammelwahn, sowie die Individualität. Wie gerne hätte ich bestimmte Pokémon gefangen, die mir schon in anderen Abenteuern treue Gehilfen waren. Die Neuerungen in dem Spiel halten sich also in Grenzen, wenngleich die Crypto-Erlösungs-Maschine, auch Cryptorbis genannt, eine durchaus gelungene Neuerung ist. Ebenfalls neu sind die Poképlätze, wo man Snacks ablegen kann, die wilde Pokémon anlocken. So gibt es zumindest ein paar wilde Pokémon, aber der Spielspaß wird dadurch nicht wirklich erhöht.

Neben dem Story-Modus gibt es noch einen Wettkampf-Modus, bei dem es sich um einen reinen Kampf-Modus handelt. Es besteht die Möglichkeit, dass ein Kampf gegen den Computer arrangiert wird oder gegen einen weiteren Mitspieler am zweiten Controller. Allerdings gibt es so nicht die Chance, sich sein eigenes Team auszusuchen. Dies funktioniert aber, wenn vier Game Boy Advance per Übertragungskabel als Controller genutzt werden. Dann können alle Pokémon ausgewählt werden, die sich auf dem sich im Game Boy Advance befindlichen Pokémon-Modul befinden (dieses muss allerdings eines der fünf GBA-Versionen sein).
 Autor:
Stefan Böhne
Testbericht
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Leserwertung:
6.8