GameCube » Tests » P » P.N. 03 - Product Number 03

P.N. 03 - Product Number 03

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Was zu Beginn genauso gewöhnungsbedürftig ist: die automatische Zielfunktion. Sie zielt öfters mal nicht auf die dicken, sondern auf die kleineren Brocken, was zu recht schnellem Ableben der Heldin führt. Doch dank der Möglichkeit, sein Ziel per X-Knopf jederzeit zu wechseln, löst sich dieses Problem praktisch von selbst. Um auch wirklich alle Feinde im Visiere zu haben lässt sich die Kamera minimal verändern. Ihr könnt sie weiter entfernen und/oder Vanessa von schräg links bzw. rechts steuern. Meistens ist aber die Standardkamera in Ordnung und somit auch die beste Wahl.
Insgesamt ist die Steuerung etwas für kleine Akrobaten: In einen Raum laufen, stehen bleiben, einen Gegner vorne abknallen, merken, dass im Rücken jemand ist, schnell eine 180°-Drehung machen, einen Sprung zur Seite vollführen, um den feindlichen Lasersalven aus dem Weg zu gehen und dann eine Spezialattacke aus dem Ärmel schütteln und sich letztendlich an der Explosion ergötzen... Yeah, baby, yeah!

Mehr Combos braucht das Land
Das Herzstück von P.N. 03 ist das ungemein motivierende Combo-System, das einen immer wieder an das Limit des eigenen Könnens bringt. Das System ist im Prinzip recht einfach: Zerstört so viele Gegner wie möglich hintereinander und ohne große Pausen dazwischen und lasst somit eure Punktzahl in die Höhe schellen. Anhand eines Countdown-Zählers am rechten oberen Bildschirmrand könnt ihr eure Aktionen im Auge behalten. Klingt einfach, ist aber bei riesigem Gegneraufkommen verdammt schwer. Denn es lastet ein weiterer Druck auf euch: wer den Raum ohne einmal getroffen zu werden überlebt, steigert seine Punktzahl noch mal gewaltig. So ist es vonnöten, sich die Fähigkeiten Vanessas gut einzuprägen und im Kampf zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen. Durch elegante Sprünge zur Seite verfehlen Raketen ihr Ziel, Feuersalven der gegnerischen Roboterarmeen könnt ihr somit problemlos ausweichen. Überhaupt: Vanessas Gehüpfe hat einfach Stil und es ist schlicht und ergreifend ein befriedigendes Gefühl, wenn man drei Gegnern durch eine elegante Bewegung ausweicht und ihnen dann per Special-Attacke die Hölle heiß macht. Was glaubt Ihr, wie es sich anfühlt, wenn man dann einen ganzen Raum voller Gegner ohne Schaden überlebt? Das haut rein, aber mächtig .

Strategische Zerstörung
Die Gegnerarmee besteht gänzlich aus Robotern und anderen Maschinen. Besonders die Obermacker sind riesig und flößen euch mit dem Tritt in den Allerwertesten Respekt ein. Dann heißt es: selbigen zusammenkneifen und sich durchballern. Im Laufe des Spiels werden die „normalen“ Gegner immer widerstandsfähiger, sodass eure Joypad-Manöver noch wichtiger werden. Zum Beispiel bekommt ein Gegner ein Schutzschild verpasst, das erst durch das Anvisieren mit dem X-Knopf zerstört werden muss – erst dann dürft ihr euch um den „Inhalt“ kümmern. Das bringt etwas mehr Pepp und Anspruch ins Spiel und ist somit eine sehr gute Idee.
Und wenn wir schon bei den Gegnern sind: erwartet um Gottes Willen keine variierenden Verhaltensmuster, denn die gibt es nicht. Und da besteht halt auch der Reiz: Schwerere Endgegner kann man nicht mit einem Schlag plätten, sondern muss sich erst ihre Verhaltensmuster einprägen. So wird man von mal zu mal besser und ihr könnt sie problemlos vom Bildschirm fegen. Auch die „normalen“ Gegner sind so ähnlich: Jede Spezies verhält sich gleich und ändert die Angriffsstrategie nicht. Nach einiger Zeit mit dem Spiel könnt ihr sie blind zerstören, weil ihr wisst, wie sie funktionieren. „Funktionieren“...hört sich irgendwie unheimlich an...na ja, weiter im Programm.
 Autor:
Khesrau B.
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
7.7