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Pikmin

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Ordnung ist das halbe Leben
Vergesst alles was ihr in Biologie über Bienchen und den Blümchen gelernt habt, jetzt kommen die Pikmins. Die Vermehrung in Pikmin findet so faszinierend wie auch simpel statt, um aus einem Pikmin zwei zu machen, benötigt man einfach nur komisch aussehende runde Scheiben, die in das zwiebelartige Zuhause der Pikmins gebracht werden. Die Zahl auf den Scheiben gibt an, wieviele Pikmins ihr benötigt, um den Gegenstand zu bewegen - gleichzeitig heißt eine hohe Zahl auch eine hohe Ausgabe neuer Pikmins. Das gleiche Prinzip wird auch bei Gegnern, Mauern oder Brücken benutzt - nur hier heißt es umso mehr, umso schneller. Das Spiel zieht sich insgesamt über 5 Levels in denen innerhalb von 30 Tagen (à 15 Minuten) 30 Raumschiffteile gefunden werden müssen.

Strategie ist alles
Auch wenn Pikmin nicht als reinrassiges Strategiespiel angesehen werden kann, bietet es einen großen Strategieanteil. Das Hauptziel des Spieles ist, wie schon erwähnt, das finden von 30 Schiffsteilen innerhalb von 30 Tagen á 15min. Diese lassen sich aber meistens nicht so einfach einsammeln, sondern müssen vorher durch Lösen eines kleinen Rätsels freigelegt werden. Hier kommen auch die drei verschiedenen Pikmin-Arten ins Spiel, die alle eigene Fähigkeiten und Eigenschaften besitzen und zum Lösen des Spieles zwingend kombiniert werden müssen. Sind die roten Pikmin die Meister des Kampfes, können die Gelben am höchsten springen und die Blauen als einzige der Pikmins durch Wasser gehen. Auch Resistenzen sind im Spiel integriert, so können Rote Pikmins ohne Probleme hohe Hitze aushalten, die Blauen sind hingegen Immun gegen Wasser. Zum Abschluss haben die gelben Pikmins noch die Fähigkeit "Bomben" aufzuheben, und damit Wände und Mauern zu Sprengen. Insgesamt können 100 Pikmins gleichzeitig auf der Karte sein und weitere in ihrem Haus auf ihren Einsatz warten. Am Ende des Tages müssen alle Pikmins eingesammelt und sicher nach Hause gebracht werden. Alle die bis dahin nicht eingesammelt wurden, werden das Frühstück wohl nicht mehr miterleben.

Gedudel aus den Boxen
Der Sound wurde an Pikmin wohl am meisten gelobt und das nicht ohne Grund. Diskret im Hintergrund plätschert der Sound das ganze Spiel hindurch und führt zu einem echten Ohrwurm, jedoch erreicht der Sound oft nur Midi-Qualität. Auf Sprachausgabe wurde gänzlich verzichtet, was aber zu vertrösten ist, da die Pikmins ohne Mund eh nicht so gesprächig sind. Die Grafik wurde sehr sauber umgesetzt, die Texturen erinnern aber teilweise an Nintendo 64 Qualität und schwanken im Aussehen Waschmaschine und Fotorealistisch.

 Autor:
Mathias Schult
Testbericht
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Leserwertung:
8.9