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Pikmin 2

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Doppelt hält besser                                 
 
Von Anfang an, bietet sich euch die Möglichkeit, sich mit einem menschlichen Gegenüber im Zweispieler Modus zu messen. Dazu wählt ihr zu Beginn eine von zehn Maps aus und könnt einstellen, mit wie vielen Pikmin jeder einzelne starten soll, wobei 50 Pikmin hierbei das erlaubte Maximum sind. Sieger ist derjenige Spieler, der entweder zuerst vier gelbe Murmeln, welche überall im Gebiet verteilt oder im Magen der hier ebenfalls vorkommenden Gegner zu finden sind, zu seiner Zwiebel bringt oder die große Murmel seines menschlichen Gegenspielers klaut und ebenfalls zur genannten Zwiebel bringt. Jedoch solltet ihr euch zu Beginn erst einmal mit dem Wachsen eurer Armee durch altbekannte Weise vergnügen, was auch schon zum einen oder anderen Kampf mit eurem Mitspieler führen kann. Dabei werden die eigenen Pikmin auf die des Gegners losgelassen. Auch könnt ihr eurem Mitspieler direkt eure Pikmin an den Hals heften, die sich dann unentwegt an ihn zu hängen versuchen und er große Probleme haben wird, sie wieder loszuwerden. Auch die zwei Sorten der Sprays können hier genutzt werden. Das Salz in der Suppe sind die Kirschen: Ist eine zur Zwiebel gebracht worden, beginnt sich ein Roulett Rad zu drehen, das von selbst wieder anhält. Nun könnt ihr ähnlich wie in der Mario Kart Reihe das angezeigte Extra einsetzen und so euren Gegner z.B. unliebsame Gegner auf den Hals hetzen, ihn und seine Pikmin mit einem Steinsschlag quälen oder auch selber für eine begrenzte Zeit unsichtbar werden. Vier dieser Extras kann man aufbewahren und zur richtigen Zeit das oberste davon entfesseln.      
 
Der Zweispieler Modus macht um einiges mehr Spaß, als man zu Beginn denken würde und entfesselt sich zu einem richtigem Dauerbrenner. Wer einmal angefangen hat, mit seinem Mitspieler Murmeln um die Wette zu sammeln und dabei immer wieder gemeine Hinterhalte zu planen, wird so schnell nicht aufhören, vor allem Dank der zehn Maps und dem äußerst gelungenen und spaßigen Element der Kirschen.

Die Authentizität einer künstlichen Welt…            
 
 ...wird durch die sogenannte Piklopädie gesichert. In diesem „Brehms Tierleben“ der Pikmin Welt, das ihr im Menü der Gebietsauswahl vor dem Betreten eines solchen anwählen könnt, habt ihr die Gelegenheit, jeden Gegner und jede Pflanze, denen ihr begegnet seid, von allen Seiten noch einmal in Ruhe zu betrachten. Dazu könnt ihr die tierischen Gegner mit Karotten anlocken oder die Kommentare von Olimar (und später auch Louie) nachlesen.  Vor allem diese Kommentare sind einfach fantastisch – dort wird mit Erklärungen um sich geworfen, dass man schon meint, man würde ein Biologiebuch lesen und zeigt wie ernsthaft und detailversessen die Entwickler an die Erschaffung dieser Welt herangetreten sind. Auch die gefundenen Schätze können eingehend betrachtet werden, wobei sogar deutsche Produkte ihren Weg ins Spiel gefunden haben. Immer wieder werdet ihr einen Abstecher dorthin unternehmen und hier kommt auch die wieder einmal absolut gelungene deutsche Übersetzung zur Geltung, die auch mit sehr schwarzhumorigen Kommentaren (vor allem wenn es um Olimars Familie geht) nicht geizt.

Wie schaut es aus….               
 
Die Gegner im Spiel sind in Sachen Einfallsreichtum ein Vorbild für jeden Designer und fügen sich so natürlich in diese Welt ein (die übrigens unsere Erde nach unserem Aussterben darstellen soll!), dass man nach kurzem Spielen glaubt, eine solche Welt könne wirklich existieren. Der ständige Blur Effekt des Vorgängers wurde abgestellt und auch schon vorhandene Dinge, wie Feuer- und Wassereffekte, wurden noch einmal aufgebohrt.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
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Leserwertung:
9.0