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NHL 06

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Im realen Spielverlauf hat sich aber gezeigt, dass man nur in seltenen Fällen und auf den niedrigsten Schwierigkeitsgraden wirklich einen Vorteil aus diesen Spezialaktionen gewinnt und oft sogar mit den simplen Standardaktionen besser fährt. Während strategische Befehle wieder über das Steuerkreuz weiter gegeben werden, hält die Open-Ice genannte Steuerung Einzug in den Spielablauf. Ähnlich wie bei den FIFA-Titeln des gleichen Herstellers, kann die Kontrolle des Puckführenden  an die CPU abgegeben werden, während ihr euch in die geeignete Position bringt und letztendlich einen Pass anfordert, der euch den Puck günstigerweise direkt in Tornähe serviert.

Die Steuerung wurde gut an den Controller des GameCubes angepasst und lässt euch präzise über das Eis kurven. Lediglich in den Open-Ice Sequenzen stellte sich die Kontrolle als hakeliger als gewünscht heraus, hier wäre noch Feintuning nötig gewesen. Weiterhin unangenehm ist uns in der Würfel Variante folgendes aufgefallen: Dass in der Nintendo Version der Onlinemodus der PlayStation 2 und Xbox Versionen fehlt, mag noch einleuchtend erscheinen, schließlich dürften Besitzer eines entsprechenden Modems zu sehr seltenen Exemplaren in der Welt der Videospiele gehören. Warum uns aber auch der Klassiker NHL 94 in der Variante für den Würfel vorenthalten bleibt, ist recht schwer nachvollziehen. Deswegen sollten Besitzer eine der beiden genannten „Alternativkonsolen“ alleine schon aus diesem Grund die Finger von der Cube Version lassen.

Kühle Optik und heiße Klänge
Etwas Ärger macht sich beim Betrachten der GameCube Version von NHL 06 breit. Auf der positiven Seite stehen die erneut sehr gut ausgefallenen Animationen der Spieler, die dem Spieler ein gutes Feeling von den Bewegungen auf dem Eis vermitteln und das mit schicken Spieglungen nicht geizende Eis selbst. Die nicht ganz runden Spieler kann man dagegen noch als ein (fast) unumgängliches Manko bezeichnen, da wir es hier ja mit einem Multiplattformtitel zu tun haben. Warum aber die Cube Version mit mehr Rucklern als die PS2 Version und einen Tick zu langen Ladezeiten zu kämpfen hat, ist unverständlich.

Der Kommentator tönt, wie übrigens das gesamte Spiel, in Englisch aus den Boxen und leidet, wie 99% der Genrevertreter, unter zu oft wiederholenden Sprüchen, auch wenn dies hier nicht so unangenehm ausgefallen ist, wie in vergleichbaren Spielen. Ansonsten gibt es über die Soundkulisse im Stadion nichts zu kritisieren, die Stimmung der Eishallen dieser Welt wurde gewohnt klasse eingefangen. Untermalt werden die Menüs wie gehabt von namenhaften Bands wie den „Rock ’N Roll Soldiers“ oder „Beatsteaks“, die für einen rockigen Sound sorgen.

FAZIT
EA hat sich die Kritik zu Herzen genommen und NHL an wichtigen Punkten verbessert. So läuft das Geschehen wieder erfrischend geordneter und strategischer als beim Vorgänger, auch wenn hier und da ein wenig Feinschliff nicht unangebracht gewesen wäre. Außerdem entsprechen die Spielmodi, im Gegensatz zu den Veränderungen in der Spielmechanik, fast 1:1 dem Prequel, was einen gewissen Beigeschmack nicht übertönen kann. Echte Fans des Sports werden um einen Kauf nur schwer herumkommen können, während interessierte Besitzer des Vorgängers lieber noch etwas warten sollten, bis sich der Preis des Spiels in niedrigere Regionen eingependelt hat, da es sich hier doch in weiten Zügen um ein Update handelt, wenn auch ein gelungenes.
 
Daher für Einzelspieler sehr gut und im Mehrspielermodus sehr gut bis herausragend.  
 Autor:
Oliver Sautner
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