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Need for Speed Underground

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Mit den in den diversen Events verdienten Preisgeldern könnt ihr aus zahlreichen Goodies, sofern mittels Stylepoints freigespielt, auswählen. Verbesserte Motor-, Reifen-, und Bremsleistung finden sich ebenso wie Turbo und Lachgaseinspritzung. Wer genügen Kohle gesammelt hat, kann natürlich gleich auf eine leistungsfähigere Karre umsteigen (von Honda, Toyota, VW, Nissan u.a.). Das Kind im Manne darf sich bei den optischen Gestaltungsmöglichkeiten so richtig austoben: Verschiedenste Lackierungen, Klebefolien, Reifenfelgen, Karosserieteile, Lichter etc. lassen kaum Wünsche für individuelles Design offen. Mit in bis zu vier Schichten auftragbaren Vinylmotiven gebt ihr eurem Schlitten schließlich den letzten Schliff. Wenn’s jetzt immer noch nicht mit den Mädels klappt, dann weiß ich auch nicht weiter...

Neongreller Blender?
Die grafische Präsentation von NFS:U ist durchwegs gelungen, imposante Spiegelungen auf dem klatschnassen Asphalt und die bunte Neonkulisse machen Stimmung. Die Wägen sehen wirklich klasse aus, besonders wenn man mit glänzendem Chromlack durch die Straßen flitzt, kommt der Zuschauer schon mal zum Staunen. Die Framerate ist leider nicht so hoch wie bei Burnout 2, was nicht nur am fehlenden 60 Hz Modus liegt. Besonders in der Außenperspektive ruckelt´s merklich, was sich jedoch nicht außergewöhnlich aufs Gameplay auswirkt. In der Stoßstangenperspektive läuft es deutlich flüssiger, denn das Geschwindigkeitsgefühl kommt da optimal herüber. Sporadische Grafikfehler, die bei den Rücklichtern der Kontrahenten aufblitzen, stören den überwiegend positiven Gesamteindruck nicht.

Für die richtige Stimmung sorgt mitunter auch die rockige Mucke in bewährter EA Trax Manier. Mehr oder weniger bekannte Bands wie Rob Zombie, Rancid, Mystikal u.a. heizen an und sorgen für den nötigen akustischen Hormonschub. Die Soundeffekte sind passend, Motorengeräusch und quietschende Reifen untermalen die heißen Verfolgungsjagden stimmig.

Alles unter Kontrolle?
Die Steuerung präsentiert sich straff, nach kurzer Eingewöhnungszeit sind die ersten Rennen kein Problem. Das Driften gestaltet sich für meinen Geschmack in den regulären Rennen zu zufallsträchtig. Meist driftet der Wagen gar nicht, überlenkt man leicht, bricht er ganz aus und man vollführt eine 180° Drehung. Die Mehrzahl der Kurven lässt sich ohnehin besser bewältigen, indem man kurz vom Gas geht und notwendigenfalls etwas die Streckenbegrenzung entlangschrammt. Das ist zwar nicht elegant, aber effektiv. Mein Hauptkritikpunkt geht an das unrealistische Wagenverhalten bei einem Crash mit einem anderen Verkehrsteilnehmer. Hat man Glück, dreht sich der Wagen nicht einmal, man landet günstig mit der Motorhaube gen Fahrtrichtung und kann sofort mit respektabler Geschwindigkeit weiterfahren. Hat man Pech, segelt der Wagen sekundenlang durch die Luft, prallt bar jeglicher Naturgesetze wie ein Gummiball von Wänden und diversen Hindernissen ab, überschlägt sich mehrmals, um dann denkbar ungünstig gegen die Fahrtrichtung beziehungsweise in einer Sackgasse zum Stehen zu kommen.
 Autor:
Alfred Fank
Testbericht
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Leserwertung:
7.1