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Need for Speed: Most Wanted

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Je aufgemotzter desto Hui!
Tunen könnt ihr eure Vehikel in Need for Speed: Most Wanted natürlich auch. Unterteilt in Optik, Teile und Leistung findet ihr alles, was das Fahrerherz höher schlagen lässt. Vom Streifen- oder Metallic-Flammenmuster in sämtlichen Regenbogenfarben über Motorhauben, Heckspoiler, Felgen oder ganze Karosserien bis zum Getriebe oder einer Nitrodirekteinspritzung ist alles da, um einfach mal ein halbes Stündchen den Lieblingswagen ästhetisch und technisch aufzuwerten.

Wenn euch mal der Karrieremodus zuviel wird, könnt ihr ein Quickrace mit schnell gewähltem Gefährt und Strecke wagen oder euch im Hauptmenü dem Herausforderungsmodus widmen. Dabei werden euch verschiedenste Aufgaben gestellt (insgesamt 70), die den Rennen im Karriere-Modus ähneln, aber immer mit anderen Boliden und Fahndungsstufen aufwarten und euch so ein etwas Arcade-reicheres Vergnügen bieten. Die Rennen sind dabei genauso abwechslungsreich gestaltet wie die Stadt selbst. Vorörtliche Wohnviertel wechseln sich ab mit Großstadtkulissen und Industrieanlagen. Gefahren wird im Gegensatz zu den Underground-Teilen bei Need for Speed: Most Wanted übrigens nur tagsüber.

Nun zu den Rennvarianten: Neben dem obligatorischen Rundkurs mit mehreren Runden findet ihr auch Strecken, die nur vom Start bis zum Ziel führen und danach enden. Außerdem gibt es die Mautrennen, die den Streckenrennen ähneln, jedoch in einzelne Abschnitte eingeteilt werden, die ihr in einer bestimmten Zeit durchfahren müsst. Also sowas wie Zeitrennen mit Checkpoints und ohne Gegner. Eine weitere Methode ist das Radarfallenrennen: Auf der Minimap seht ihr kleine Kamerasymbole. Dort sind Radarfallen aufgestellt, die ihr mit höchstmöglicher Geschwindigkeit passieren müsst. Die einzelnen Knipser werden am Ende addiert und wer die meisten km/h verbucht hat, gewinnt. Auch ein ziemlich cooler Spielmodus, der taktisches Einsetzen des Nitros von euch verlangt. Das letzte Glied der Abwechslungskette besteht aus einem Dragrennen, bei dem ihr euch auf Gas geben und Schalten konzentriert. Gelenkt wird automatisch, jedoch könnt und müsst ihr meist sogar dem immernoch gemächlich vorbeituckernden Stadtverkehr ausweichen, sonst endet der Ausflug schnell mit einem Totalschaden. Außerhalb der Dragrennen ist sowas jedoch nicht möglich und auf ein Schadensmodell der Karossen wurde auch in diesem Teil verzichtet. Vor allem später nervt euch jedoch der allzuplötzliche Verkehr, dem ihr nur mit Glück ausweichen könnt oder weil ihr es durch Trial & Error so oft ausprobiert habt, bis ihr die Strecke auswendig kennt. Also doch ganz gut, dass es bei den normalen Rennen kein Schadensmodell gibt. Obwohl die Strecken nie ganz dieselben sind, kommt man damit aber verhältnismäßig gut klar, weil man hin und wieder einzelne Teile der großen Stadt wiedererkennt.

Auf & Ab
Je weiter ihr im Karrieremodus seid, desto zugänglicher wird die Stadt. So könnt ihr beispielsweise schon nach dem ersten Drittel der Blacklist am Hafen entlangheizen. Entdeckt ihr hin und wieder Geheimwege und brettert durchs Dickicht neben dem Otto-Normal-Weg, endet es nicht selten in einer coolen Slowmotion Kameraperspektive und ihr könnt für ein paar Sekunden den Flug eures Straßenkreuzers ein paar Meter über dem Boden bewundern.
 Autor:
Eugen Ruzickij
Testbericht
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Leserwertung:
6.2