GameCube » Tests » N » Naruto: Clash of Ninja European Version

Naruto: Clash of Ninja European Version

-> Drucken Spiel-Infos ein-/ausblenden...
Erwähnte Special-Moves verlangen einer nähere Erklärung: In Naruto, egal ob Manga, Anime oder eben Spiel, gibt es Chakra, die örtliche Form der Magie. Mit diesem Chakra, das in Form einer zweiten Energieleiste angezeigt wird, lassen sich Special-Moves ausführen. Im Spiel geschieht das durch den A-, R/L- und X-Button. Mit A führt man schwächere Moves aus. Haku z.B. kann Nadellanzetten in der Luft halten und ausrichten, die durch Loslassen des A-Buttons abgefeuert werden. Je länger man hier den A-Button gedrückt hält, desto mehr Chakra verbraucht man, ist die Energieleiste leer, fliegen die Nadellanzetten von allein los. Die L- und R-Schulterbuttons haben dieselbe Funktion. Hat man genug Chakra und wird von einem normalen Schlag des Gegners getroffen, kann man im Moment des Getroffenwerdens jene Buttons drücken und teleportiert sich aus der Gefahrenzone, entkommt also der drohenden Kombo des Gegners. Mit dem X-Button endlich lassen sich Spezialattacken starten. Dabei braucht es eine volle Chakra-Leiste, die dann auch komplett geleert wird. Doch aufgepasst beim Einsatz dieser Attacken: Trifft man den Gegner nicht, ist das Chakra trotzdem weg und man steht in offener, verteidigungsloser Position da.

Apropos Verteidigung: Beat’em Up-Puristen werden es hassen, ich liebe es. Anders als in herkömmlichen Kampfspielen muss man in CoN keine Tasten zum Blocken drücken. Geblockt wird automatisch, solange man nicht vorwärts geht, seitlich ausweicht oder einen Angriff startet. Hält man sich also ruhig, ist man vor jeglichen Angriffen des Gegners geschützt, einzig Spezialattacken und Würfe können dann noch gefährlich werden. Zwar kann man blockenden Gegnern noch Kunais entgegen werfen, die auch geblockt werden, allerdings ziehen diese nur minimal Lebensenergie ab. Das jedoch ist auch ein Punkt, der das Gameplay von CoN beträchtlich drückt und herabwertet. Kämpfe gegen CPU-Gegner auf höchster Stufe oder gegen erfahrene Spieler verkommen zu Wurf-Matches. Aufgrund der unlimiertierten Verteidigung sind normale Angriffe wirkungslos. Dieses Manko wurde erst im Nachfolger verbessert, in dem es eine durchbrechbare Verteidigung gibt. Wer mit seinen Freunden nicht übervorsichtig spielt, wird sich dadurch aber wenig beeinträchtigt sehen. Den Kampf gegen CPU-Gegner macht es hingegen überzogen schwierig und unausgegoren.

Seinen Trumpf spielt Clash of Ninja natürlich im Mehrspieler-Modus aus. Bis zu vier Spieler gleichzeitig können gegen- und miteinander kämpfen. Der Vierspieler-Modus dient dabei vor allem als reine Spaßangelegenheit, ist ernsthaftes Kämpfen bei dem Chaos, den vier Charaktere gleichzeitig anrichten, doch kaum möglich. Dennoch macht der Vierspieler-Modus vor allem dann Spaß, wenn man Freunde zu Besuch hat, die das Spiel nicht kennen. Denn obwohl man selbst ohne Zweifel besser ist, kann in diesem Jeder-gegen-Jeden auch ein Anfänger mal gewinnen. Wirklich zur Sache geht’s im Zweispieler-Modus, oder einfacher, dem Duell-Modus. Hier stehen sich zwei Charaktere gegenüber und kämpfen, bis die Lebensleiste des Anderen leer ist. Fortgeschrittene Spieler können den Kampf verfeinern, indem sie in den Optionen die Lebensleiste oder den zugefügten Schaden verdoppeln. Auch lassen sich hier die Kampfanzeigen nahezu komplett ausblenden. Gerade echte Naruto-Fans verbringen Dutzende von Stunden mit diesen Zweikämpfen.
 Autor:
Maximilian Edlfurtner
Testbericht
Zur Screengalerie
Screenshots:
Leserwertung:
8.9