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Metroid Prime

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Mit dem X Knopf aktiviert ihr den Morph Ball und Samus rollt sich samt Raumanzug zu einem Ball zusammen. Auch den Morph Ball steuert ihr mit dem grauen Analogstick. In dieser Form kann Samus durch enge Spalten und Löcher einfach hindurchrollen. Zudem kann sie sich mit dem geschickten Einsatz einer mit A auf den Boden legbare Bombe gegen Gegner zur Wehr setzen oder deren Explosion nutzen, um an höher gelegenen Ort zu kommen, sowie blockierte Durchgänge freisprengen. Mit B könnt ihr zu einem späteren Zeitpunkt einen Boost aktivieren, um an Schwung zu gewinnen und an höher gelegene Gebilde hochzukommen und mit dem Spider Ball könnt ihr euch an Magnetschienen hängen und so rollend der Schwerkraft trotzen. Als Beispiel für eine Morph Ball Sequenz sei hier eine kurze Szene genannt: So gibt es einen Raum in dem über eine Art Säule eine Magnetbahn gelegt worden ist, doch besteht diese Säule aus beweglichen Teilen, die man erst in die richtige Position bringen muss, indem man in Löcher rollt und einen Generator mit der Explosion einer Bombe aktiviert. Nur sind die Generatoren auch noch über mehrere Stockwerke im Raum verteilt, so dass man praktisch nicht nur bedenken muss, in welcher Reihenfolge man jetzt die Säulenstücke verschiebt, sondern auch in welcher Reihenfolge man die Generatoren aufsucht oder überhaupt aufsuchen kann…Ihr seht, teilweise ist eine Menge Gehirnschmalz bei den Morph Ball Sequenzen verlangt, die auch mal in einer Art 2D Perspektive ablaufen und sind das Salz in der Suppe des Spiels.

Von Energiecontainern und Navi
War das Leveldesign auf der Raumstation, alleine schon um Anfänger nicht zu sehr zu verwirren, noch linear, so werdet ihr nun immer öfters verschiedene Wege gleichzeitig zum erkunden haben. Zwar werden euch die meisten zu Beginn erst einmal in eine Sackgasse führen, da euch bestimmte Dinge wie ein neuer Beam fehlen werden, aber auch diese kleinen Ausflüge jenseits der Hauptquest lohnen sich. So könnt ihr durch das Scannen von versteckten Informationen der Chozo (oder auch der Space Pirates) weitere Informationen erhalten, findet neue Energiecontainer und mehr. Dabei werdet ihr von clever versteckten Dingen nur so überschüttet. Eine geniale Idee jagt die nächste und dass alleine nur, wenn man nach zusätzlichen Utensilien und Infos Ausschau hält. Dazu gibt euch eine Prozentangabe einen Anhaltspunkt darüber wie fleißig ihr wart und echte Fans werden mit einem 100% gelösten Spielstand auch noch ein kleines Extra zu sehen bekommen, während man jedesmal, wenn man eine bestimmte Anzahl an Scans vorweisen kann, mit einen Schwung neuer Bilder in einer Galerie verwöhnt wird, die wunderbar die künstlerische Entwicklung von Metroid Prime zeigen. Solltet ihr einmal überhaupt nicht weiter wissen, gibt euch das Spiel à la Navi (Ocarina of Time) einen Tipp, wo gerade etwas auf euren Einsatz wartet. Die Motivation steigt praktisch mit jeder Spielminute, andauernd kommt ihr an Plätzen vorbei, an denen ihr durch einen Soundeffekt angezeigt bekommt, dass eine nette Überraschung auf euch wartet oder ihr seht unzählige Wege, an die ihr euch erinnern werdet, solltet ihr das entsprechende Werkzeug besitzen. Die Gegner an sich werden eher im vorbeigehen bekämpft. Metroid Prime ist, wie die Vorgänger, ein Spiel, das man mit einer unvergleichlich beklemmenden Atmosphäre erkundet und sich nicht bloß hindurch ballert. Trotzdem machen die Fights gegen die unzähligen Gegner in allen Formen und Farben, zulande, in der Luft und im Wasser, immer Spaß und dank der nicht allzu hohen KI werden diese, falls man den Raum wieder verlässt, wieder auftauenden Gegner nicht zu einem störenden Punkt, zudem sie meist wertvolle Energiebälle und Raketenmunition hinterlassen. Doch neben den normalen Gegner warten noch ganz besondere Burschen auf euch und Frau Aran…
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
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Leserwertung:
9.2