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Lost Kingdoms 2

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 Spiel-Infos: Lost Kingdoms 2
Lost Kingdoms II Boxart Name: Lost Kingdoms 2 ()
Entwickler: FromSoftware
Publisher: Activision
Erhältlich seit: 06. Juni 2003
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1-2
Features:

Manche halten es für ein Phänomen. Manche glauben nicht daran. Und einige haben die Hoffnung schon längst verloren. Die Rede ist natürlich von Rollenspielen für den GameCube. Wer die tollen Final-Fantasy-Abenteuer für die PS2 sieht, schielt ab und zu sicherlich neidisch ins feindliche Sony-Lager und ärgert sich in allen Regenbogen- und Komplementärfarben.
Da hat man sich schon riesig über Lost Kingdoms gefreut, dem ersten Rollenspiel exklusiv für den Cube. Der Ansatz war sehr interessant: Der Spieler schickt sich mit einer Prinzessin durch ein äußerst geradliniges Fantasy-Land und spielt Skat mit den Feinden: Mit einer stattlichen Anzahl von magischen Karten in der Hosentasche, musste man sich zahlreicher Feinde erwehren und ihnen zeigen, wer hier das Ass im Ärmel hat. Doch leider krankte das Ganze an einer äußerst mauen Präsentation und etwas verwirrendem Spielablauf.
Doch Teil 2 soll das ändern: größer, schöner – einfach nur besser soll er sein. Begeben wir uns also in die verlorenen Königreiche und lassen wir uns nicht die Karten schauen...


Die Apokalypse zum Zweiten

Kurz, aber in gigantischem Ausmaß war die Schlacht um Argwyll. Eine zierliche Prinzessin hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dieses fast schon verlorene Königreich zu retten. Mit Erfolg, wie es sich herausstellte.
Doch nun sind 200 Jahre vergangen und wie es den Anschein hat, steht das Königreich erneut vor dem Untergang. Fast schon wieder verloren scheint sie – wäre da nicht Tara. Ein Mädchen, das als Kind von einer Diebesbande gefunden und aufgezogen wurde. Sich in ihrer Schuld befindend, reist Tara mit ihnen durch das Land und führt groß angelegte Raubaktionen durch. Doch das hübsche Mädchen ist nicht so wie die anderen.

Der Anfang vom Ende
Nach einem nett gerenderten Intro befindet man sich wie aus dem Nichts in einem edlen Haus. Es gibt keine Einleitung, kein Tutorial – man ist ganz auf sich alleine gestellt. Doch dafür bietet Lost Kingdoms 2, neben einem sehr guten Handbuch, eine vorbildliche Hilfefunktion in den Menüs. Zu fast jeder Zeit darf man es per Z-Knopf aktivieren. Mit einem Fragezeichen fährt der Spieler über den Bildschirm und bekommt Erklärungen zu jedem noch so kleinen Symbol. Ab und zu klärt das Spiel auch über Unklarheiten automatisch mit Texttafeln auf.
Die Steuerung sollte das kleinste Problem sein: Mit dem Analog-Stick durch die Welt latschen, mit den Knöpfen A, B, X und Y die jeweils am unteren rechten Bildrand angezeigten Karten Zelda-mäßig aktivieren und mit dem R-Knopf die Kamera zentrieren. Der Z-Knopf verdoppelt die Stärke der Angriffe, das jedoch auf  Kosten der Magieanzeige seine Wirkung zeigt – doch dazu später mehr. Und mit dem C-Knopf dreht man letztendlich die Kamera an die Wunschposition.
Einige Macken hat die Steuerung aber schon: Befindet man sich z.B. auf einer Plattform, die vielleicht gerade mal zehn Zentimeter hoch ist, und will da runter, muss die Treppe genommen werden. Denn die Heldin „springt“ diese zehn cm nicht hinunter. Das kann gelegentlich für blank liegende Nerven sorgen, ist es doch ein echter Design-Fehler. Auch aktiviert man oftmals aus Versehen die ein oder andere Karte. Zum Sprechen mit Protagonisten musst nämlich der A-Knopf gedrückt werden. Befindet man sich allerdings nicht nahe genug am Gesprächspartner, wirft Tara eine Karte statt mit dem Gegenüber zu sprechen. Auch das ist nervig, da jede Karte kostbar ist. Da kann man es sich nicht erlauben, irgendeine zu verschwenden...

 Autor:
Khesrau B.
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
6.5