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King Kong

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 Spiel-Infos: King Kong
King Kong Boxart Name: King Kong (PAL)
Entwickler: TBA
Publisher: Ubisoft
Erhältlich seit: 17. November 2005
Genre: Adventure - Action Adventure
Spieler: 1
Features:
16:9, Dolby Pro Logic II
Filmumsetzungen genießen unter Langzeitzockern meist einen etwas vorurteiltsbehafteten Ruf. Doch als kritischer Branchenbetrachter muss man auch objektive Augen haben und nicht alles schwarz malen. Dass sich diese Betrachtungsweise bei Peter Jackson's King Kong lohnt, beweist der Test, denn das Spiel kommt vom ambitionierten Beyond Good & Evil Macher und Rayman-Schöpfer Michel Ancel, der sich um Peter Jacksons behaarte Neuinterpretation des Filmklassikers so seine Gedanken gemacht hat. Das Resultat spricht für sich.

Orientierung am Drehort
Der erste Eindruck erweist sich als atmosphärisch, wobei Grafik, Gameplay und Sound die Stimmungsmacher und -erzeuger sind. Ihr landet, gerade einem stürmischen Unwetter entkommen, mit einer kleinen Filmcrew auf Skull Island und steuert den Protagonisten Jack aus der Ego-Perspektive. Die Steuerung ist dem 1st-Person-Standard angelehnt. Der C-Stick dient der Rundumsicht und der Analogstick zum Laufen. Mit R benutzt ihr Nahkampfwaffen, Fernkampfwaffen müsst ihr vorher mit L anvisieren, wobei R der Abzug ist, Resident Evil läst grüßen.  Ganz ohne HUD oder Zahlenspielereien spielt sich die Dschungelhatz cineastisch und doch real, denn ihr müsst mit den umliegenden Waffen gegen Reptilien, Ureinwohner oder andere, meist mutierte Urzeitwesen ankommen. Ihr seid aber trotz fehlender Lebensanzeige nicht unsterblich, euren kritischen Zustand bemerkt ihr an eurem immer stärker pulsierenden Herzschlag, dem rot werdenden Bildschirm, der Verlangsamung eurer Bewegung, dem Tunnelblick, der Taubheit und dem darauf folgenden Tod. Neben begrenzten Munitionsvorräten für kleinkalibrige Waffen und Gewehre zählt das virtuelle Waffenarsenal noch Stöcke, Fackeln, Speere, Knochen oder andere Handlichkeiten.

Auch eine Portion Taktik kann zum Sieg gegen die Urzeitbiester führen. So könnt ihr beispielsweise Larven oder Libellen auf eure Improvisationswaffen spießen und mit einem geschickten Wurf die Gegner durch prähistorische Leckerbissen ablenken. Des Weiteren dürft ihr euch auch das feurige Element zunutze machen, indem ihr die Spitze eures Speers anzündet und damit Büsche und Wiesen dem Erdboden gleichmacht. Freigelegte neue Wege und überrascht gebrutzelte Dinos sind das Resultat. Die ganz gewieften Zocker nutzen sogar das spielinterne Nahrungskettensystem aus. Dabei gilt das Gesetz des Dschungels: Der Stärkste überlebt. In der Praxis sieht es dann so aus: Ihr spießt eine Riesenlibelle auf und lockt damit einen monströsen Tausendfüßler weg, um einen blutrünstigen Velociraptor auf die muntere Mampfparty aufmerksam zu machen, möglicherweise gesellen sich sogar noch größere Brocken dazu und ihr könnt zuschauen wie euer Munitionsvorrat bei schrumpfender Gegnerzahl gleich bleibt. Denk also immer an diesen Kniff, wenn ihr es mit mehreren Widersachern in einem Abschnitt zu tun habt.
 Autor:
Eugen Ruzickij
Testbericht
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Leserwertung:
8.1