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Harry Potter und der Feuerkelch

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Die einzelnen Abschnitte sind relativ linear ausgefallen, es gibt jedoch manchmal auch kleine Abzweigungen, dadurch gelangt man an weitere Schilde. Das Stichwort Teamwork wird großgeschrieben bei Harry Potter und der Feuerkelch. Bestimmte Gegner können nur gemeinsam besiegt werden, ebenso wie manche Rätsel alleine nicht gelöst werden können, weil diese eine stärkere Zauberkraft benötigen. Diese Abschnitte, die mit Harry, Ron und Hermine bestritten werden, sind übrigens auch als Co-Op-Missionen anwählbar. Diese stellen dann den Multiplayermodus dar.

Neben den „normalen“ Levels, in denen man zu dritt unterwegs ist, gibt es noch die drei Aufgaben des trimagischen Turniers, in denen Harry die alleinige Hauptrolle spielt. Bei diesen Levels handelt es sich meistens um kleine Rennen. Bei der ersten Aufgabe gilt es einen Besenflug zu meistern, bei der zweiten ein Wettschwimmen zu gewinnen und bei der dritten ist ein Gang durch ein Labyrinth angesagt. Diese drei Abschnitte sorgen für etwas Abwechslung im doch sonst so tristen Gameplay-Alltag.
Befehlsverweigerung
Die Kontrolle der Charaktere wurde ebenfalls angepasst. Zwar wird der ausgewählte Charakter immer noch aus einer Third-Person-Ansicht mit dem Analogstick gesteuert, die Verteilung der Zauber wurde aber grundlegend verändert. Auf dem A-Button befindet sich der Universalfluch, mit dem den Gegner Feuer unter dem Hintern gemacht wird. Dieser Zauber wirkt eigentlich bei jedem Gegner und betäubt diesen entweder oder besiegt ihn direkt. Auf dem Y-Button befindet sich der Accio-Zauber, der in erster Line dazu da ist, die magischen Bohnen aus weiterer Entfernung einzusammeln. Auf dem X-Button liegt der Magius Extremus, der die Zauber auf kurze Zeit stärker werden lässt. Auf dem B-Button wurden direkt vier Zauber auf einmal gelegt. Diese wechseln automatisch, je nachdem in welcher Situation man sich befindet. Soll ein Feuer gelöscht werden, spritzt ein Wasserstrahl aus dem Zauberstab, soll etwas in die Luft gehoben werden, dient der Wingardium Leviosa-Zauber als Mittel der Dinge. Diese vier Zauber werden allerdings erst im Verlauf des Abenteuers erlernt. Durch die neue Belegung fällt zwar ein ständiges Menü-Durchwühlen weg, aber die Gesamtsituation wird unübersichtlicher. Es kann schon mal vorkommen, dass an einer Stelle zwei Zauber möglich sind, dann gilt es erst die richtige Position zu finden. Auch die Kontrolle mit dem Analogstick ist nicht zufriedenstellend. Befehle werden zu ungenau ausgeführt und der Charakter schwebt eher durch die Levels, weshalb es vorkommen kann, dass dieser gerne einmal einen Abgrund runterfällt, obwohl bereits vor der Kante der Analogstick losgelassen wurde. Die K.I. der Mitstreiter kann auch nicht überzeugen: Zu oft kommt es vor, dass diese an einer völlig falschen Position stehen und bestimmte Zauber nicht ausführen. Dies ist besonders nervig, wenn z.B. ein großer Felsblock verschoben werden soll, aber einer der Charaktere den Zauber einfach nicht anwenden will. Auch laufen die Mitstreiter viel zu oft in gegnerische Fallen. Die Kamera ist ebenfalls nicht immer optimal und das manuelle Nachjustieren reagiert nur sehr träge bis gar nicht.

Fairplay
Dennoch, trotz der missglückenden Steuerung und der tollpatschigen K.I. hat Harry Potter und der Feuerkelch seinen Charme. Allem voran muss der faire Schwierigkeitsgrad genannt werden, der Profis zwar unterfordern dürfte, aber bei Einsteigern zu gefallen weiß.
 Autor:
Stefan Böhne
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