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Gun

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 Spiel-Infos: Gun
Gun Boxart Name: Gun (PAL)
Entwickler: Neversoft Entertainment
Publisher: Activision
Erhältlich seit: 10. November 2005
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1
Features:
60 Hz, 16:9, Dolby Pro Logic II

Dieser Test basiert auf der PlayStation 2-Version. Kleinere Abweichungen im Vergleich zur entsprechenden Gamecube-Fassung sind deshalb nicht völlig ausgeschlossen.
           
Die aktuelle Generation von Kinofilmen wird beherrscht von Sci-Fi- und Fantasy-Streifen, aber vor einigen Jahrzehnten, als sich das Kino noch in einem recht frühen Entwicklungsstatus befand, erfreuten sich die Fans aber vor allem an den Abenteuern ihrer Wildwest-Helden wie Clint Eastwood. Neben der geballten Action der Gesetzlosen und Unbestechlichen waren vor allem die für damalige Verhältnisse überzeugenden Spezialeffekte ein Grund für die Eintrittskarte eine Hand voll Dollar hinzublättern. In letzter Zeit erlebt dieses tot geglaubte Genre aber wieder ein Revival, jedoch nicht im Kino, sondern auf unseren heimischen Konsolen und das mit nicht gerade wenig Erfolg. Activision hat dieses Potential auch erkannt und greift ebenfalls auf diese außergewöhnliche Thematik zurück. Jedoch geben die Entwickler sich nicht damit zufrieden, ein einfach gestricktes Actiongame im Western-Setting auf den Markt zu werfen, sondern packen das Ganze in eine moderne, freie Spielwelt. Aber lest am besten selbst, warum es sich bei Gun um einen der besten Titel dieses Jahres handelt.
 
This is for Jenny
Gun beginnt recht idyllisch. Zusammen mit seinem Vater Ned pirscht sich der Trapper Colton gerade an ein paar Hirsche heran, um diese zu jagen, was gleichzeitig als Tutorial fungiert. Nach erledigter Arbeit begeben sich die beiden dann auf einen noch idyllischer wirkenden Mississippidampfer, um ihre Beute an den Mann zu bringen. Jedoch trügt der Schein. Während sich Ned mit einem Freudenmädchen über anscheinend wichtige Dinge unterhält, hat der ahnungslose Colton eine Begegnung mit einem leicht durchgeknallt wirkenden Priester namens Reed. Dieser scheint nicht mehr alle Kühe im Stall zu haben und deshalb macht sich Colton auch keine weiteren Gedanken über dessen seltsames Gerede. Einige Minuten später überfällt aber eben dieser eigenartige Geselle zusammen mit einer Horde bemalter Fremder den ganzen Dampfer und schickt alles und jeden, der ihnen in die Quere kommt, in die ewigen Jagdgründe. Ned scheint die Sache zu durchschauen und kann nach einem heftigen Kampf seinem Sohn gerade noch die Flucht ermöglichen, aber nicht ohne ihm eine Münze für das Freudenhaus in Dodge City zu hinterlassen. Diese dient jedoch nicht Coltons Vergnügen, sondern soll ihm ein Treffen mit einer gewissen Jenny ermöglichen. Natürlich will er seinen Vater nicht kampflos zurücklassen. Dieser versetzt ihm jedoch einen heftigen Ruck und befördert ihn mit den Worten „Ich bin nicht dein Vater“ über Bord. Ein paar Tage später erwacht Colton mit der Erinnerung an das explodierende Schiff und der Gewissheit, dass sein Vater tot ist an einem Strand. Von dem Verlangen nach Rache und um die Wahrheit hinter alle dem zu erfahren, besorgt er sich ein Pferd und begibt sich auf den Weg nach Dodge City, um die mysteriöse Jenny zu treffen, während die Sonne hinterm Horizont verschwindet...
 
Die Hintergrundgeschichte von Gun ist wirklich klasse und kann schlicht und ergreifend als eine der schönsten Wildweststorys überhaupt bezeichnet werden. Colton trifft sowohl coole Bösewichte als auch liebenswerte Verbündete, schließt sich den Indianern an und hilft an anderer Stelle zwei unschuldig Verurteilten zur Flucht aus dem Gefängnis. Ganz nebenbei erfährt er mehr über den leicht wahnsinnigen Priester Reed und dessen gemeingefährlichen Boss und findet so einige interessante Informationen über seine Kindheit und wirklichen Eltern heraus. Ihr seht also, es gibt einiges zu entdecken.
 Autor:
Dominik Winkler
Testbericht
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Leserwertung:
7.7