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Geist

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 Spiel-Infos: Geist
Geist Boxart Name: Geist (PAL)
Entwickler: n-Space
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 07. Oktober 2005
Genre: Shooter - Ego Shooter / FPS
Spieler: 1-4
Features:
16:9, Dolby Pro Logic II, 60 Hz
Nachdem wir schon der amerikanischen NTSC-Version von Geist auf Herz und Nieren prüfen konnten, haben wir uns natürlich auch noch einmal die hiesige PAL Umsetzung angeschaut und können euch in diesem Review mitteilen, ob Publisher Nintendo erneut die Hausaufgaben gemacht hat und ob sich das Spiel in weiteren Punkten von der zuvor getesteten Version unterscheidet.

Die lustigsten Pannen der Welt
Tja, dumm gelaufen kann man da nur noch sagen. Dabei sah doch alles nach einem gemütlichen und normalen Arbeitstag für John Raimi aus: Der Biochemiker, der Teil eines Einsatzkommandos ist, ist an einer Mission beteiligt, bei der er die zwielichtigen Geheimlabore der „Volks Corporation“ näher unter die Lupe nehmen soll. Kaum sieht es so aus, als würde die Mission, die im schönen Frankreich ausgeführt wird, auch locker über die Bühne gehen, da schießt einer von Raimis Teamkameraden auf dessen Oberkörper und dieser muss daraufhin zu Boden gehen. Als wäre das noch nicht schlimm genug, wird der gute Mann anschließend von der Volks Corporation gefangen genommen und lernt das größte Geheimnis der finsteren Firma kennen. Denn es ist dem Unternehmen nach jahrelanger wissenschaftlicher Forschung gelungen, eine Maschine zu konstruieren, die den Geist eines Menschen vom eigentlich dazugehörigen Körper trennen kann, was in der Vergangenheit schon an diversen Menschen ausprobiert worden ist. Und auch der bedauernswerte Raimi wird dieser Prozedur unterzogen, so dass sich sein Geist vom schwachen Fleisch trennt und er fortan als Marionette für die zu Beginn noch undurchsichtigen Pläne der Firma dienen soll. Doch endlich zeigt sich das Schicksal wieder auf Raimis Seite und ihm gelingt der Ausbruch aus seinem Gefängnis.

Geistreiche Spielchen
Ab hier übernehmt ihr die Kontrolle des ungewöhnlichen Ego-Shooters Geist, der sich im Kern aber eher wie ein Action-Adventure spielt. Da ihr als Geist nicht wirklich in die Geschehnisse eingreifen könnt, müsst ihr Besitz von anderen Menschen, Tieren oder gar Gegenständen ergreifen. Bei Lebewesen funktioniert dies jedoch erst, wenn diese empfänglich für eure Besitzergreifung sind, was durch einen Angstzustand bei diesen ausgelöst wird. Ein Beispiel: Ihr wollt unbedingt Besitz von einem Wachmann ergreifen, da nur dieser befugt ist, in bestimmte Teile des Gebäudekomplexes vorzudringen. Also haltet ihr erst einmal Ausschau nach Dingen, von denen ihr Besitz ergreifen könnt und damit dies nicht zur lästigen Suche verkommt, wurden alle wichtigen Gegenstände im Spiel mit einer rötlichen Markierung versehen. So schlüpft ihr in diesem Fall dann in einen Feuerlöscher und spritzt munter den völlig überraschten Wachmann mit Schaum voll. Sollte dieser nun so verängstigt sein, dass ihr in seinen Körper schlüpfen könnt, wird euch dies mit einem grünen Schimmer um das betreffende Lebewesen angezeigt. Ein Tastendruck und schon seid ihr im Körper des genannten Wachmannes und könnt nun auch auf seine Waffe zurückgreifen, wobei hier die Steuerung mittels Analogstick und C-Stick wieder ganz den typischen Genrevertretern zugeordnet ist. Damit verbunden ist aber auch schon das erste Manko, denn das Zielen mit Waffen stellt sich als äußert ungenau und hakelig heraus. Auch Gameplay-technisch sind diese Teile von Geist eindeutig die langweiligsten Sequenzen überhaupt, da die KI der Gegner nicht nur unter aller Sau ist, sondern auch die sehr standartmäßigen Waffen dazu beitragen, dass dieser Part zum Rohrkrepierer wird.
 Autor:
Oliver Sautner
Testbericht
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Leserwertung:
8.7