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Geist

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Enttäuschend ist dies vor allem, wenn man an die drei Jahre denkt, die für dieses Ergebnis benötigt wurden. Auch ein anderes, erwachsenes Action-Adventure aus dem Hause Nintendo brachte es auf Satte drei Jahre für die Entwicklung. Anders als Geist, musste Eternal Darkness aber seinerzeit noch vom Nintendo 64 auf den GameCube konvertiert werden. Zudem ist der Vertreter aus dem Horrorgenre aus dem Jahre 2002 noch einen Tick innovativer.
 
Capture the Host
Mit drei unterschiedlichen Modi kann Geist aber ein wenig Boden gut machen. Während ein gewöhnlicher Deathmatch-Modus und eine Art von Capture the Flag selbstverständlich sind, bietet der Titel noch eine speziell auf Geist abgestimmte Spielvariante. Natürlich spielt bei allen Dreien das Besetzen eine entscheidende Rolle, jedoch bietet letztere auch die Möglichkeit als Mensch gegen die Körperlosen anzutreten. Eine Waffe, die so ähnlich wie die Protonenkanone der Real Ghostbusters funktioniert, entzieht feindlichen Geistern schneller Energie und auch sämtliche Vorteile bezogen auf ihre fehlende Sichtbarkeit und verlangsamte Zeit sind dahin. Was sie dennoch können, ist ihren Gegner besetzen und versuchen den für kurze Zeit kontrollierbaren Körper in tödliche Fallen zu steuern. N-Space liefert zunächst einen eher spärlich ausgestatteten Multiplayer. Erweitert werden kann dieser durch spezielle Gegenstände, die gefunden werden können, während der Einzelspielermodus bewältigt wird.
 
Erfrischend & Durchschnittlich
Auf der Games Convention 2003 rechnete noch jeder mit dem allerschlimmsten, das fertige Produkt hingegen konnte mich fesseln und überraschte. Erfrischend die Idee Geister nicht in der paranormalen Ecke anzusiedeln, sondern das Thema mehr oder weniger wissenschaftlich anzugehen. Der kluge Einsatz der Besitzergreifung von Lebensformen und Objekten macht das Spiel tatsächlich einzigartig. Dank gelungener Wechsel der Ansichten aus unterschiedlichen Körpern konnte ich mich dem Spiel wirklich nah wissen. Die Optik sowie der insgesamt eher mittelmäßige Shooterpart von Geist ließen mich allerdings einfach nicht eintauchen.
Geist - Review der PAL-Version
Aus wirtschaftlicher Sicht ist es verständlich, dass Nintendo dem Titel nicht mehr Zeit gab, sondern ihn veröffentlicht, bevor der dahinsiechende Spielewürfel ganz von der Bildfläche verschwindet. Als Spieler sehe ich jedoch das viele verschenkte Potential, dass hinter Geist steckt und ärgere mich. Auf der anderen Seite hat n-Space mit Geist einen großen Sprung gemacht. Der letzte Titel war zwar auch gruselig, jedoch eher unfreiwillig. Mit der der Lizenz zum Töten hat auch n-Space seinen Beitrag zum Bankrott von Acclaim beigetragen: „Mary-Kate & Ashley: Sweet 16 - Licensed to Drive“
 Autor:
Martin Eiser
Testbericht
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Leserwertung:
8.7