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F-Zero GX

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Berufswunsch: Maschinenbauingenieur
Kommen wir nun zu einer weiteren Neuerung - dem Customize-Modus. Wie schon erwähnt gibt es drei Submodi: Garage, Emblem Editor und Shop. Der wichtigste ist mit Sicherheit der F-Zero Shop.
Hier gibt es erneut eine Dreiteilung, nämlich in Machine, Custom Parts und Items. Unter Machine sind alle erhältlichen Gleiter aufgelistet, wobei sie einzeln erworben werden müssen. Die Währung stellen dabei so genannte F-Zero Tickets dar. Sie müssen durch Erfolge im GP-, Story- oder Time Attack-Modus gesammelt werden. Je nach Schwierigkeitsgrad steigt die Anzahl Tickets, die man zum Beispiel durch einen gewonnenen Cup erhält. Im Machine-Shop kann man sich so nach Erfolgen selber belohnen und gezielt die Gleiter kaufen, die man gerne haben möchte. Dieses Prinzip ist sehr motivierend und besser als die Reihen-Freischaltung bei F-Zero X.

Ein anderer Ort, wo man vor allem im späteren Verlauf des Spiels seine Tickets investieren kann, ist der Custom Parts Shop. Hier werden durch Erfolge nach und nach neue, einzigartige Maschinenteile freigeschaltet, die man dann wiederum einzeln kaufen kann. Sie sind unterteilt in Body, Cockpit und Booster-Teile und lassen sich in der Garage zu eigenen Gleitern zusammenbauen. Wirklich gute Teile werden allerdings erst gegen Ende des Spiels angeboten, weswegen die anfänglichen Rennen doch besser mit einem der 30 vorgegebenen Gleiter absolviert werden sollten. Mit 18 Blöcken auf der Memorycard kann man bis zu vier eigene Gleiter abspeichern und immer wieder ändern.

Unter Items muss man sich nach und nach die neuen Story-Kapitel kaufen, die von Mission zu Mission teurer werden. So wird verhindert, dass man alleine den Storymode durchspielen kann, ohne im Grand Prix weit gekommen zu sein. Diese Abhängigkeit ist sehr lobenswert, motiviert sie doch ungemein, in den Cups weiterzukommen, um darauf eine neue Mission kaufen zu können. Neben den Story-Kapiteln kann man unter Items auch die im Time Attack erfahrenen Staff Ghosts kaufen. Kommt man im Time Attack nämlich bis auf 10 Sekunden an die Bestzeit der Entwickler heran, so bekommt man die Möglichkeit eben gegen den jeweiligen Staff Ghost anzutreten. Dies gab es auch schon bei F-Zero X und ist eine äusserst gelungene Art, den Time Attack Modus motivierender zu machen.
Hinter Emblem Editor ist ein umfangreiches Design-Tool versteckt, das einem ermöglicht, eigene Muster und Zeichnungen für die gebauten Gleiter zu entwerfen. Jedes Muster nimmt allerdings erneut 3 Blöcke auf der Memorycard ein. Die Handhabung ist mit dem Analogstick zwar eher mühsam (eine Maus wäre sicher angenehmer), aber mit etwas Geduld und Kreativität lassen sich schon kleine Kunstwerke entwerfen und auf den Lieblingsgleiter pappen.
Anhand all dieser kreativen Modi ist es fast schon unverschämt, sich auch noch einen Strecken-Editor gewünscht zu haben, aber wahrscheinlich wollten die Genies von Amusement Vision absichtlich noch etwas zurückhalten, um dann mit dem GX Nachfolger erneut glänzen zu können. ;)
 Autor:
Michael Nittnaus
Testbericht
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Leserwertung:
8.4