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F-Zero GX

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 Spiel-Infos: F-Zero GX
F-Zero GX Boxart Name: F-Zero GX (US)
Entwickler: Sega Amusement Vision
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 31. Oktober 2003
Genre: Racer
Spieler: 1-4
Features:
Progressive Scan, 16:9, DPL2
Wenn Konsolenkriege übers Land wüten, gibt es auf kurz oder lang meistens Opfer zu beklagen. Im Falle von Sega hat deren Ausstieg aus dem Hardwarek(r)ampf aber auch etwas Positives: Die einstigen Konkurrenten Nintendo, Sony und Microsoft werden seit einiger Zeit mit vorzüglicher Software aus dem Hause Sega versorgt.
Nintendo kam bereits in den Genuss, den jahrelangen Mario-Konkurrenten Nummer 1, Sonic, auf dem GameCube begrüssen zu dürfen. Daneben fiel besonders ein Spiel positiv auf: Super Monkey Ball von Segas Vorzeigeabteilung Amusement Vision. AVs Stärken im Arcade-Bereich blieben auch Nintendo nicht verborgen und da man selber kaum nachkam, alle über die Jahre etablierten Nintendo-Franchises auf den GameCube zu bringen, wurde kurzerhand die Franchise, die Amusement Visions Können am meisten entsprach, in deren Hände gegeben: F-Zero AX und GX waren geboren!

Während das futuristische Racer-Urgestein mit F-Zero AX erste Gehversuche in den Spielhallen Japans (und hoffentlich auch bald im Rest der Welt) vollbringt, macht dessen grosser Bruder GX exklusiv dem GameCube seine Aufwartung. Doch kann Sega den guten Ruf der Franchise bewahren und an die Qualitäten des genialen SNES-Originals F-Zero und des gefeierten N64-Ablegers F-Zero X anknüpfen, ohne bloss ein simples Update zu liefern?

Die Qual der Wahl
Kurz nachdem man mit stiller Zufriedenheit das Nintendo und Sega Signet in trauter Zweisamkeit betrachten konnte, wird einem klar, dass man es bei F-Zero GX nicht mit einem müden Abklatsch oder ideenlosem Update zu tun hat. Satte neun Menüpunkte strahlen in edlem weiss-blau dem Spieler entgegen.
Neben dem Klassiker und Hauptmodus des Spiels, dem Grand Prix (daher auch GX), dem Time Attack, VS. Battle, Practice und den Optionen, entdeckt der geneigte Beobachter auch 4 neue Modi.
Unter Replay kann man sich überraschenderweise gespeicherte Replays anschauen, wozu man je nach Länge 3-13 zusätzliche Blöcke auf der Memory Card benötigt. Die Standart-Speicherungen für das Vorankommen beanspruchen hingegen bloss 4 Blöcke. Neu ist auch die Möglichkeit unter Pilot Profiles Informationen zu jedem freigeschalteten Fahrer und seinem Gleiter einzuholen. Dabei gibt es neben Alter und Geschlecht auch jeweils einen kurzen Abriss über das Leben und die Motivation der Fahrer, überhaupt an so mörderischen Rennen teilzunehmen. So möchte Captain Falcon als Kopfgeldjäger und Verfechter der Gerechtigkeit auch noch den letzten Schurken hinter Schloss und Riegel bringen, während Black Shadow nichts weniger als den Tod Falcons will und der Mensch (kein Witz) James McCloud während Friedenszeiten grad nichts Besseres zu tun hat. Diese kleine aber feine Fahrerdatenbank reicht bereits aus, um dem F-Zero Universum neue Tiefe zu verleihen. Dabei findet man praktisch all seine Lieblinge aus den alten Teilen wieder sowie einige Neuzugänge und jeder bekam von AV seine ganz persönliche Erkennungsmelodie spendiert.
 Autor:
Michael Nittnaus
Testbericht
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Screenshots:
Leserwertung:
8.4