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F-Zero GX (Nachtest)

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GX? AX? Macht nix…
Connectivy: Das neue Zauberwort bei Nintendo. Kaum ein aktuelles Spiel, das nicht mit abstruser Game Boy Advance-Verlinkung protzt. Doch auch hier ist F-Zero GX die Ausnahme – wer seinen GBA an den Cube stöpselt bekommt rein gar nichts geboten. Selbst das bereits in Japan erschienene neue Handheld-F-Zero, dem für den Westen noch kein Erscheinungstermin eingeräumt wurde, entlockt dem GameCube-Raser keine neuen Gleiter oder Charaktere. Weitaus bedauerlicher ist das fehlende LAN-Feature. Machen Mario Kart: Double Dash!! und 1080: Avalanche vor, dass selbst Nintendo-Spieler eine zünftige LAN-Party nicht mehr scheuen brauchen, konnte das Feature laut Amusement Vision aus Zeitgründen nicht mehr integriert werden. Schade, finden wir, denn ein ordentlicher LAN-Modus hätte eine Verschiebung in den Dezember wohl noch gerechtfertigt. Doch immerhin können vier Spieler zugleich an einer Konsole ins Rennen gehen. Dank sauber programmierter Engine sogar ohne große Geschwindigkeits- und Detailverluste – auf die restlichen 26 Fahrer muss man allerdings verzichten. Und, wir wollen ehrlich sein: Wirklich Spaß macht F-Zero GX im Mehrspielermodus nur dann, wenn man ein paar echte Könner an der Konsole versammelt hat.
Der zusammen mit F-Zero GX angekündigte Spielhallenautomat F-Zero AX soll angeblich ebenfalls noch in Deutschland aufgestellt werden. Per Memory Card können dann Strecken und Gleiter auf den GameCube transferiert werden. Wir würden uns freuen, bald in dem hydraulischen Automaten Platz nehmen zu können. Die besagten freischaltbaren Features lassen sich allerdings auch alle direkt erspielen – selbst, wenn es um einiges schwerer ist.

Die US-Version haben wir ja schon vor einigen Wochen unter die Lupe genommen und können nun erleichtert feststellen, dass Nintendo auch bei der Anpassung auf die europäische Fernsehnorm PAL wenig geschlampt hat. Das Spiel läuft weiterhin genauso rasant und flüssig wie bisher. Etwas irritierend ist allerdings die Übersetzung ausgefallen. So präsentiert sich F-Zero GX hierzulande in einem etwas seltsamen Deutsch-Englisch-Kauderwelsch. Charakter-Profile wurden übersetzt, Sequenzen mit Untertiteln versehen und am Bildschirmrand läuft ein deutscher Ticker durch – doch die Menüpunkte wurden in Englisch belassen. Nichts, was wirklich stört – eine komplette Übersetzung hätten dennoch ein runderes Bild abgegeben.

Und nun?
Nun, das Fazit ist schnell gezogen: Nintendo und Amusement Vision haben einen erstklassigen Job abgeliefert. Zweifelten nach der ersten Präsentation des Spiels noch einige an der kommenden Qualität so konnte Amusement Vision doch eindrucksvoll beweisen, die hervorragende Spielbarkeit der bisherigen Teile mit einer exzellenten Technik und einem abwechslungsreichen Gameplay zu paaren. Freunde anspruchsvollerer Rennspielkost, die mit der Thematik keine Probleme haben, freuen sich so über den wohl gegenwärtig besten Racer auf Nintendos Würfel. Unerfahrene Spieler sollten zumindest testspielen, ob sie mit dem Schwierigkeitsgrad und Temporausch klarkommen.
 Autor:
Thomas Fontana
Testbericht
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Leserwertung:
8.4