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F-Zero GX (Nachtest)

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Neben dem Story-Modus dürfen sich F-Zero-Veteranen natürlich auch über den altbekannten Grand Prix freuen. Wie in der Formel 1 werden hier nacheinander Rennen gefahren – pro Wettbewerb fünf an der Zahl. Zu Beginn stehen drei dieser Wettbewerbe zur Verfügung, ein weiterer kann freigespielt werden. Dazu müssen allerdings verschiedene Schwierigkeitsgrade gemeistert werden, die es im späteren Spielablauf wirklich in sich haben. Doch auch hier wurde bei Amusement Vision mitgedacht. Denn durch Erfolge in den Rennserien gewinnt man sogenannte Tickets, mit denen sich nicht nur weitere Kapitel für den Story-Modus, sondern auch neue Raumschiffe im Shop kaufen lassen. Selbst Hobby-Mechaniker können sich austoben, denn aus zahlreichen zu erwerbenden Raumschiffteilen kann hier der Traumbolide nach Wahl konstruiert und sogar selbst bemalt werden. Neben diesen beiden Hauptmodi kann das eigene Können auch noch im Practice-Modus trainiert und im Time Trial-Modus unter Beweis gestellt werden. Die schönsten Rennen kann man auf Memory Card speichern und jederzeit aus zahlreichen Kameraperspektiven betrachten.

To boldly go where no one has gone before…
Nicht nur die zahlreichen Optionen machen einen hervorragenden Eindruck: Auch die Grafik tut es. Kam bei F-Zero X am Nintendo 64 noch kein rechtes Geschwindigkeitsgefühl auf, da aus technischen Gründen auf sämtliche Details neben der Strecke verzichtet werden musste, so ist es bei F-Zero GX manchmal schon fast zuviel des guten: 30 Gleiter rasen gegenseitig um die Wette und messen sich in abwechslungsreichen Arealen. So geht es durch Weltraumstädte, abgelegene Wüstengebiete, tropische Regenwälder, über Lavaseen oder verregnete Industrieanlagen. Dabei protzt die Engine stets mit 60 Frames pro Sekunde und sorgt so nicht nur für einen superflüssigen Spielablauf sondern auch absolut direkte Übernahme der Steuerungsbefehle – was bei über 1000 km/h auch wirklich notwendig ist, um die teils haarsträubenden Streckenverläufe fehlerfrei zu meistern. Auch sonst werden Grafikfetischisten überzeugt: Ein nahezu perfektes Texturing, das mit zahlreichen Layern und Transparenzen arbeitet, Bump und Dirt Mapping und schönes Lightning nutzen die Hardware des GameCubes wie fast kein anderes Spiel zuvor. Es mag zynisch klingen, aber eines der technisch besten Nintendo-Spiele dieser Generation stammt von Sega.

Spiel’s noch mal, Sam
Eine kleine Enttäuschung ist allerdings der Sound. Bekam man schon am Nintendo 64 während der Rennen coole und vor allem Genre-unübliche Gitarren-Riffs zu hören, ist Amusement Vision bei F-Zero GX wieder auf den altbekannten Einheits-Technobrei umgestiegen. Der ist zwar technisch sehr solide und untermalt die Rennaction durchaus effektvoll, doch stößt man einmal auf die Fahrer-Profile merkt man, was alles drin gewesen wäre: Dort wurden jedem Charakter des Spiels eigene Lieder gewidmet – teils harter Rock, teils Asia-Pop, teils Punk und oft sogar mit unterhaltsamen Gesang hinterlegt. Eine simple Radio-Funktion, bei der man sich Musiktracks für seine Rennen auswählen kann, hätte hier sicher viele Wünsche erfüllt. Die sonstigen Soundeffekte präsentieren sich sehr solide und können – mittlerweile ja fast Standard am GameCube – dank ProLogic II in vollem Raumklang genossen werden.
 Autor:
Thomas Fontana
Testbericht
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Leserwertung:
8.4