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F-Zero GX (Nachtest)

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 Spiel-Infos: F-Zero GX (Nachtest)
F-Zero GX Boxart Name: F-Zero GX (Nachtest) (PAL)
Entwickler: Sega Amusement Vision
Publisher: Nintendo
Erhältlich seit: 31. Oktober 2003
Genre: Racer
Spieler: 1-4
Features:
16:9, Dolby Pro Logic II
Was bremst mich dieser Vollidiot vor mir eigentlich schon wieder völlig aus? Das kann doch nicht war sein! Ein kurzer Blick über die Schulter – keiner hinter mir. Ich drücke das Gaspedal bis zum Anschlag und ziehe aus dem Windschatten links heraus. Na, das war ja mal wieder klar: Frau am Steuer. Wozu gibt es eigentlich Frauenparkplätze, wenn das weibliche Geschlecht dann doch die Fahrbahn blockiert? Ich mache meinem Unmut mit einer gezielten Rammattacke Luft und beobachte selig lächelnd, wie das scheinbar doch schwächere Geschlecht hinter mir von der Fahrbahn segelt. Mit Vollgas gehe ich in die nächste Kurve, schlängle mich lässig durch den Verkehr und brause der Sonne entgegen…

Das Gas ist rechts!
Nein, das ist nicht die Schilderung einer sonntäglichen Spritztour unter Alkoholeinfluss. Denn was mir trotz fehlendem Tempolimit auf deutschen Autobahnen bisher verwehrt blieb – man ist ja doch Gentleman – kann nun auch auf deutschen GameCubes nachgespielt werden: Mit F-Zero GX ist der bereits vierte Teil von Nintendos Science-Fiction-Rennspielserie erhältlich. Auf dem Super Nintendo durfte man erstmals mit damals rasanter Mode 7-Technologie durch spannende Rundkurse hetzen. Im zweiten Teil auf dem Nintendo 64 konnte man seine Gleiter in 3D bewundern. Und mit F-Zero: Maximum Velocity feierte die Serie zum Start des Game Boy Advance ihre tragbare Wiedergeburt. Eines hatten all diese Teile bis dato gemeinsam: Es waren Entwicklungen der Nintendo-eigenen Teams in Japan. Und schon hier überrascht F-Zero GX. Denn als Entwickler des Spiels zeichnet sich das Sega-Team Amusement Vision verantwortlich, die im Rennspielsektor mit der Daytona-Serie auf sich aufmerksam machten und sich bei GameCube-Spielern durch die exzellenten Super Monkey Ball-Titel einen Namen machen konnten.

Super Falcon Racing
Obwohl Nintendo seine Finger natürlich noch immer im Spiel hatte, ist die Handschrift von Amusement Vision doch deutlich ersichtlich. Denn gerade an der etwas drögen Präsentation der Serie wurde kräftig gefeilt. So spendierte die japanische Spieleschmiede F-Zero GX den komplett neuen Story-Modus, der durch unterhaltsame und hochwertige FMV-Sequenzen erzählt wird: In zahlreichen Kapiteln müssen knifflige Aufgaben bewältigt werden. Dazu gehört es nicht nur, Rennen als erster zu beenden – so müssen beispielsweise in einem Zeitlimit Gegenstände aufgesammelt werden. Okay, das klingt noch einfach. Aber die speziell für diesen Modus entworfenen Strecken und Aufgaben haben es später wirklich in sich und können für lange Zeit an die Konsole fesseln – oder ungeübte Spieler ziemlich frustrieren.
 Autor:
Thomas Fontana
Testbericht
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Leserwertung:
8.4