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Final Fantasy Crystal Chronicles

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Der zweite kleinere Nachteil ist, dass zwangläufig einer den Krug tragen muss. Das dient zwar dazu, dass die Gruppe beisammen bleibt, aber derjenige der den Krug trägt, wird keine Aktion ausführen können, so dass er meist nur zusehen muss. Natürlich kann der Behälter jederzeit auf dem Boden abgesetzt werden, aber dann ist die Bewegungsfreiheit der Gruppe arg begrenzt.

Habt ihr allerdings erst mal drei Freunde mit GBA aufgetrieben, kann der Spass losgehen. Anders als im Singleplayer kommt es hier sehr stark auf die Koordination der Angriffe an. Die Gegner sind zahlreicher und stärker, besonders die Bossgegner. Ohne eine koordinierte Taktik der Gruppe gehen euch schnell die Lichter aus. So ist es beispielsweise unabdingbar, die Rollen der Spieler fest zu verteilen. Einer bleibt beispielsweise eher im Hintergrund und ist fürs Heilen der Kameraden zuständig, während ein anderer eher offensiv kämpft, ohne den Heiler jedoch sehr schnell umkommen würde. Ausserdem werden auf jedem GBA Screen andere Daten wie eine Levelkarte angezeigt, die gewinnbringend für das Team eingesetzt werden sollten. Genau wie die Infos sollten natürlich auch die Items gerecht verteilt werden. Auch wenn das Spiel auf Zusammenarbeit ausgelegt ist, bekommt jeder eigene Aufgaben gestellt, die nur auf dem eigenen GBA Screen sichtbar sind. Erfüllt der jeweilige Spieler diese, steigert er am Ende seine Punktzahl bei der Bewertung und kann als erstes eines der begehrten Artefakte aussuchen. Ein gewisser Konkurrenzkampf ist also trotz allem nicht zu vermeiden.

Glanz des Kristalls
Bereits im In-Game Intro fallen die schönen Effekte in Crystal Chronicles auf. Seien es jetzt die Wassereffekte, die Spiegelungen oder die Lichtspiele der Zaubersprüche, es sieht einfach atemberaubend aus. Einzig das etwas unschöne Flimmern weit entfernter Objekte stört den Gesamteindruck. Davon werdet ihr glücklicherweise eher selten behelligt, da die Kamera die Umgebung nur in einigen Zwischensequenzen aus der nötigen Entfernung zeigt. Doch nicht nur die Effekte lassen den Spieler staunen, auch die traumhaft schön gemachte Welt lässt öfters die Kinnlade zu Boden schnellen.

Was daher recht schade ist, ist die Kamera im Spiel. Sie bleibt meist starr und zeigt euren Helden aus einer isometrischen Perspektive. Beim Kämpfen stört es jedoch nur, falls ihr euch am Rand der Kamera befindet und euch ein Gegner aus dem nirgendwo mit Zauberattacken bombardiert. So bleibt der C-Stick unbenutzt und selbst eine Ego Perspektive ist uns verwehrt worden. Dies ist natürlich hauptsächlich auf den GBA Zwang im Multiplayer zurückzuführen, wo dem Spieler lediglich vier Buttons zur Verfügung stehen.

Spiel und Spaß mit der Flöte
Die Musik ist wie gewohnt sehr gut gehalten und erinnert teils an alte Final Fantasy Teile. Meist werdet ihr Flötenspiel aus euren Lautsprechern zu hören bekommen, was jedoch selten störend ist, da die Musikstücke je nach Level variieren. Einzig die Landkarte, auf der ständig das gleiche Gedudel zu hören ist, kann einem bereits nach ein paar Stunden auf den Wecker gehen. Wer aber die Musik von bisherigen Square Enix Spielen mochte, wird auch mit dieser keine Probleme haben. Auch die Soundeffekte in Form von klirrenden Schwertern und schreienden Monstern sind gut gelungen.
 Autor:
Gökhan Yikilmazlar
Testbericht
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Leserwertung:
7.6