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F1 2002

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Sonntagsfahrer?
Die KI der Gegenspieler ist ausschlaggebend, wenn ein Spiel Spaß bringen soll! Bei F1 2002 ist die KI annehmbar, wenn auch nicht atemberaubend. Den ersten schlechten Eindruck davon bekommt man schon beim Start wenn man, wie schon angesprochen, zu langsam in die Puschen kommt, und über den Haufen gefahren wird. Auch beim Überholen sind die Gegner keine wirklichen Gegner, jedenfalls nicht in der Einstellung „Einfach“ und „Normal“, denn sie können in jeder Kurve einfach überholt werden. Schwerer einzuschätzen ist das Überrunden eines Gegner, der euch zwar aus dem Weg fährt, allerdings in den Kurven dafür an den unmöglichsten Stellen in die Eisen steigt. Positiv kann man sagen, dass sich die Fahrer nicht gegenseitig von der Strecke drängeln. Wählt man in den Einstellung allerdings den schwersten Schwierigkeitsgrad, kann man schon ein paar Runden brauchen, um einen Gegner zu überholen, da sie fast schon wieder zu perfekt fahren.

Angriff der Klonarmee?
EA wurde ja schon oft vorgeworfen alte Versionen aufzupolieren und als aktuelle Version wieder auf den Markt zu werfen. Leider ist dies hier mehr als der Fall. F1 2002 ist nämlich eher mit der F1 2001 Version der PS2 identisch, als mit der aktuellen Version der Konkurrenz. Was sehr unverständlich ist, erschienen die F1 2002 Versionen für PS2 und X-Box doch schon Monate vor der GameCube-Version. Es fehlen fast sämtliche Neuerungen die es in der Formel Eins Welt gibt. Wärend die Fahrer schon ihre Kreise auf den neuen Strecken ziehen konnten, mussten sich die Spieler mit den alten Strecken, wie der Hockenheimring, abgeben. Leider sind auch sonstige Änderungen wie die Boxenausfahrt oder der Strafenkatalog nicht geändert worden. Müssen die Fahrer jetzt bei Regelwidrigkeit einmal quer durch die Box fahren, muss man im Spiel knallhart für jedes kleine Randsteinüberfahren eine Stopp-and-Go Strafe absitzen.

Fazit
Auch wenn es nur eine aufgemöbelte Version eines schon längst erhältlichen Spieles ist, ist F1-2002 für GameCube nicht nur wegen der noch nicht vorhandenen Konkurrenz empfählenswert. EA ist nicht umsonst führend für das Sportgenre, denn das Spiel bietet neben guter Atmosphäre und netter Grafik auch viel für das Spielerherz. Trotz alledem hätte man viel mehr aus der Lizenz machen können; denn eine komplett animierte Boxengasse, oder eine Siegerehrung würden das Spielgeschehen um einiges Aufwerten. Auch die Ladezeiten hätte man verkürzen können. Auch mit einigen Schwächen ist F1-2002 doch ein Spiel das jeder Formel Eins Fan sein Eigen nennen sollte. Hat dieser aber eine PS2 oder eine Xbox zu Hause rumstehen, dann sollte auf eine dieser Versionen zurückgegriffen werden.

 Autor:
Rene Leckband
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